Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein Prozess um Unfall mit zwei Toten beginnt mit Geständnis
Nachrichten Schleswig-Holstein Prozess um Unfall mit zwei Toten beginnt mit Geständnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:46 04.10.2018
Mit einem Geständnis hat am Donnerstag in Ahrensburg der Prozess gegen einen 43 Jahre alten Mann aus Niedersachsen wegen fahrlässiger Tötung, Unfallflucht und Trunkenheit im Verkehr begonnen. Quelle: Olaf Malzahn/dpa
Ahrensburg

An den Unfall und sein anschließendes Verhalten habe er nur lückenhafte Erinnerungen, hieß es weiter in der Erklärung. Dem 43-Jährigen aus Winsen an der Luhe wird vorgeworfen, im Januar 2017 auf der Autobahn 1 bei Bad Oldesloe mit mehr als 2,3 Promille Alkohol im Blut und mit Tempo 170 ein Auto gerammt zu haben und weitergefahren zu sein. Kurz darauf raste ein zweites Auto in die Unfallstelle und tötete zwei Männer.

Angeklagter soll von Unfallstelle geflüchtet sein

Am 26. Januar 2017 soll der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf der A 1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe mit hoher Geschwindigkeit auf ein vor ihm fahrendes Auto aufgefahren sein. Der Fahrer, ein 54 Jahre alter Mann aus Bielefeld, wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt, das quer zur Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen stehen blieb. Der Angeklagte habe seine Fahrt fortgesetzt, ohne sich um den Unfall zu kümmern, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Wenig später krachte ein weiteres Auto in das unbeleuchtete Unfallfahrzeug. Dabei wurden der 54-Jährige und der 44 Jahre alte Ersthelfer getötet. Beide hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor dem Unfallfahrzeug gestanden und wurde durch die Wucht des Aufpralls über die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Sie waren noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlegen.

Fahrzeug angeblich gestohlen gemeldet

Das Auto des Angeklagten entdeckte die Polizei Stunden nach dem Unfall in einem Gewerbegebiet in Bad Oldesloe. Der Angeklagte habe es dort abgestellt und sei mit einem Taxi nach Hause gefahren, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Bei seiner Befragung durch die Polizei habe er ausgesagt, er sei den ganzen Tag über zu Hause gewesen. Sein Fahrzeug will er als gestohlen gemeldet haben, heißt es dort weiter.

Für den Prozess hat das Gericht bislang zwei Verhandlungstage geplant und acht Zeugen geladen.

dpa/RND

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!