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Schleswig-Holstein Anti-Terrorübung im Lübecker Bahnhof
Nachrichten Schleswig-Holstein Anti-Terrorübung im Lübecker Bahnhof
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10:45 25.04.2018
Polizeibeamte und Beobachter gehen bei einer Pressevorführung zu einer Anti-Terror-Übung im Bahnhof Lübeck über den Bahnsteig. Bei der Übung im Hauptbahnhof der Stadt trainierten fast 700 Beamte der Bundespolizei und der Landespolizei sowie rund 120 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst das Vorgehen bei einem Terroranschlag. Quelle: Christian Charisius
Lübeck

Ein dumpfer Knall hallt über den Lübecker Hauptbahnhof. Drei bewaffnete Angreifer stürmen auf den Bahnsteig, feuern wahllos auf wartende Reisende. Die Bewältigung eines solchen Schreckensszenarios haben 700 Polizisten und 120 Rettungskräfte in der Nacht zum Mittwoch geübt. „Wir wollen hier die Zusammenarbeit von Bundes- und Landespolizei bei der Bewältigung einer komplexen lebensbedrohlichen Einsatzlage trainieren und besonders die Kontroll- und Streifenbeamten auf solche Einsätze vorbereiten“, sagte der Leiter der Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt, Bodo Kaping.

Beamte halten Angreifer in Schach

Zunächst halten zwei Beamte der Bundespolizei mit ihren Dienstpistolen die Angreifer in Schach, bis schwer bewaffnete Spezialkräfte der Landespolizei eintreffen. In insgesamt fünf Durchgängen spielen die Polizisten verschiedene Übungsszenarien durch. Wie genau die lauten, sagt die Polizei nicht, um ihre Taktik nicht preiszugeben. „Es geht unter anderem um Terror mit islamistischem Hintergrund“, verrät ein Polizeisprecher.

Einsatzkräfte ziehen positive Bilanz

Am Morgen ziehen Polizei und Feuerwehr eine positive Bilanz. Die Übung sei gut verlaufen, sagt ein Polizeisprecher. Genaueres werde die Auswertung ergeben. Während der gesamten Übung hatten Einsatztrainer der Polizei die Abläufe beobachtet und dokumentiert. „Realitätsnahe Übungen sind unverzichtbar, denn es gilt zu prüfen, ob die bestehenden Einsatzkonzepte nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch funktionieren“, erklärt ein Sprecher der Bundespolizei. Die Übung war am Mittwochmorgen gegen 5.30 Uhr zu Ende gegangen. Alle Verkehrsbeschränkungen rund um den Bahnhof wurden aufgehoben.

Polizeischüler spielten Opfer

Um sie möglichst realistisch zu gestalten, hatten Polizeischüler aus Eutin und Lübeck die verletzten Opfer des Anschlags gemimt. Soldaten vom „Kommando Schnelle Eingreiftruppe Sanitätsdienst“ aus dem ostfriesischen Leer hatten ihnen täuschend echt aussehende Knochenbrüche, Schussverletzungen und Platzwunden geschminkt und dabei jede Menge Kunstblut verwendet.

Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) beobachtet die Übung zusammen Polizeiführern und Lübecks Bürgermeister Bernd Saxe. „Es ist gut, dass die Polizei sich mit solchen Übungen auf alle Eventualitäten vorbereitet“, sagt Grote. Kaping ergänzt: „Wir üben hier etwas, von dem wir alle hoffen, dass es niemals eintritt.“

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Von lno

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