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Schleswig-Holstein 140000 Euro fürs UKSH-Kinderherzzentrum
Nachrichten Schleswig-Holstein 140000 Euro fürs UKSH-Kinderherzzentrum
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21:30 08.03.2018
Von Oliver Stenzel
Anna Achilles mit Emil (4, Patient), Clinikclown Harald Roos, Prof. Hans-Heiner Kramer, Carsten Köthe, Patientin Mette Marit im Kinderherzzentrum. Quelle: Frank Peter
Kiel

Emil Achilles war erst ein Dreivierteljahr alt, als er das Kinderherzzentrum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein zum ersten Mal besuchte. Er kam mit nur einer Herzklappe auf die Welt – einer Fehlbildung, die sich dank des medizinischen Fortschritts heute erfolgreich behandeln lässt. Mittlerweile ist der aus Fockbek stammende Junge drei Jahre alt, geht in den Kindergarten, spielt Fußball und macht auch ansonsten all das, was seine Altersgenossen tun. „Es gibt in seinem Alltag eigentlich keine Einschränkungen“, sagt Emils Mutter Anna Achilles, die ihren Sohn an diesem Vormittag in die Bibliothek der Kinderkardiologie gebracht hat.

Dass man Emil hier gegenübersitzt, ist genau genommen ein Wunder. Noch in den 1970er-Jahren seien herzkranke Kinder erst ab dem Vorschulalter operiert worden, berichtet Klinikdirektor Professor Hans-Heiner Kramer, der die neue Ära der Kinderkardiologie selbst aktiv mitgeprägt hat. Die Überlebenschancen für Neugeborene hätten sich seit den 1980er-Jahren massiv verbessert, berichtet der Spezialist und fügt hinzu, dass das Kieler Kinderherzzentrum diesbezüglich in ganz Europa einen herausragenden Ruf genieße.

Unter diesem Eindruck hat sich auch die RSH hilft helfen-Stiftung im vergangenen Jahr dazu entschlossen, ihre Weihnachtsaktion in den Dienst der Klinik zu stellen. Das Spektrum der engagierten Spender reiche von der großen Firma bis zu engagierten Einzelpersonen, berichtet Carsten Köthe, der eigens aus Sylt angereist ist, um bei der Scheckübergabe dabei zu sein. Wenn der RSH-Mann erzählt, dass ihm im Dezember sogar unbekannte Passanten einen 20-Euro-Schein mit der Bitte in die Hand drückten, das Geld an das Kinderherzzentrum weiterzuleiten, wird deutlich, was für ein Echo das Projekt ausgelöst hat.

Im Endergebnis kann Köthe Kramer einen Scheck in der stattlichen Höhe von 140000 Euro überreichen. „Das Geld ist die eine Sache“, betont der Moderator. „Verstehen Sie die Summe aber bitte ausdrücklich auch als Wertschätzung Ihrer Arbeit und der aller Ihrer Mitarbeiter.“

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