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Schleswig-Holstein Rechtsstreit um Trakehner geht weiter
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16:51 10.01.2019
Der Züchter aus Bad Bevensen hatte den Siegerhengst des internationalen Trakehnerhengstmarkts 2017 in Neumünster ersteigert. Quelle: Jutta Bauernschmitt/dpa
Schleswig/Bad Bevensen 

Im November hatte das Landgericht Kiel entschieden, dass der Käufer den aus seiner Sicht kranken Spitzenhengst behalten und mehr als 400.000 Euro zahlen muss.

Der Züchter aus Bad Bevensen hatte den Siegerhengst des internationalen Trakehnerhengstmarkts 2017 in Neumünster ersteigert, danach aber nicht bezahlt, weil das Pferd krank sei - ein bisher einzigartiger Fall in der Geschichte des Trakehnermarkts.

Das Pferd soll bereits nach dem Transport von der Auktion in Neumünster nach Bad Bevensen beim Abladen gelahmt haben. Außerdem habe es einen Fesselträgerschaden, monierte der Käufer. Und ein vor dem Verkauf mitgeteilter Herzfehler sei schlimmer als angegeben. Daher wollte der Käufer vom Kauf zurücktreten und das Pferd zurückgeben. Der Markt klagte für den niederländischen Verkäufer auf Zahlung des Kaufpreises und bekam Recht.

Anwalt will Rückgabe erreichen

Der Richter hatte erläutert, entscheidend sei gewesen, dass der Käufer den Verkäufer nicht zu einer Nacherfüllung aufgefordert habe - also die Behebung der gesundheitlichen Mängel oder eventuell die Lieferung eines anderen Pferdes. Diese Aufforderung wäre juristisch notwendig gewesen als Voraussetzung für einen Rücktritt vom Kaufvertrag. Es sei ein Rechtsfehler des Käufers gewesen.

Der Anwalt des Käufers sagte am Donnerstag auf Nachfrage, für seinen Mandanten in der Berufung die Rückgabe des Pferdes erreichen zu wollen wie schon in der ersten Instanz.

Von dpa

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