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Schleswig-Holstein Regierungsviertel droht Parkplatznot
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21:31 02.11.2018
Das Parkhaus am Düsternbrooker Weg zwischen Reventlouallee und Luisenweg wird saniert. Quelle: Thomas Eisenkrätzer
Kiel

Von den Sanierungsplänen betroffen sind mehr als 1300 Beschäftigte im Regierungsviertel, zahllose Parkhausnutzer und viele Anwohner im noblen Stadtteil Düsternbrook, deren Häuser schon heute oft zugeparkt sind.

"Die Entscheidung für eine Sanierung der Tiefgarage am Landeshaus ist bereits gefallen", sagte Ministeriumssprecher Patrick Tiede. An Betonteilen seien durch eingesickertes Fördewasser "erhebliche Schäden" entstanden. Die Sanierung des Komplexes soll im nächsten Jahr beginnen. Dazu soll die Garage mit 303 Stellplätzen "abschnittsweise" gesperrt werden. Die Nutzer der Garage sollen ihre Fahrzeuge während der Bauzeit im Parkhaus gegenüber des Landeshauses abstellen. Der Haken: In dem großen Parkhaus mit 463 Stellplätzen ist bereits heute zeitweise kein Platz mehr frei, weil dort auch Besucher von Regierung und Landtag, Mitarbeiter von Verbänden, Anwohner oder auch Besucher der Kiellinie ihre Autos abstellen – und das gebührenfrei.

Parkausweise werden ausgegeben

Die "Fremdnutzung" des einst für Landesbedienstete gedachten Parkhauses sei nicht unerheblich, berichtet Tiede und kündigt eine härtere Gangart an. Demnach sollen künftig nur noch die Beschäftigten des Landtags, der Staatskanzlei und der benachbarten Ministerien das Parkhaus nutzen dürfen. Die Regierung will hierfür Parkausweise ausgeben und erstmals Kontrollen durchführen.

Mit der Sanierung der Tiefgarage ist es allerdings nicht getan. Die Bauexperten prüfen derzeit, "ob eine Sanierung oder ein Neubau des Parkhauses wirtschaftlicher ist", berichtet Tiede. So oder so: In der Bauzeit dürfte das Parkhaus kaum nutzbar sein. Damit würde sich sie Zahl der Stellplätze im Regierungsviertel mehr als halbieren. Die Anwohner in Düsternbrook und der Ortsbeirat wurden über die Pläne bisher nicht informiert.

Von Ulf Billmayer-Christen

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