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Schleswig-Holstein Habeck fordert Schongang für Gewässer
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15:41 09.07.2018
Habeck kündigt einen Schongang für Gewässer wie die Schwentine an.  Quelle: Uwe Paesler (Archiv)
Kiel

Im Land werden noch 56 Prozent aller offenen Gewässer aus wasserwirtschaftlichen Gründen intensiv unterhalten. Das bedeutet, dass über die gesamte Länge eines Flusses dessen Bett und beide Böschungsseiten gemäht werden.

13 Prozent werden schonend behandelt - hier werden die Maßnahmen auf einen Teil des Gewässers und der Böschungen begrenzt. Bei 31 Prozent wird gar nicht eingegriffen oder nur bei Bedarf. Nach Angaben des Ministeriums hat das Land seine Mittel zur Unterstützung der Wasser- und Bodenverbände um 700 000 Euro aufgestockt. So können 2018 für die Gewässer- und Deichunterhaltung sowie für Unterhalt und Betrieb von Schöpfwerken 5,7 Millionen Euro eingesetzt werden.

Natürliche Entwicklung fördern

Dafür erklärten sich die Verbände bereit, eine Zielvereinbarung zur schonenden Gewässerunterhaltung bis 2022 zu verlängern, ihre Konzepte in ein digitales Verzeichnis zu überführen sowie die Informationen über Intensität und Umfang der Maßnahmen zu verdichten. "Ziel ist es, dass alle Daten bis 2021 digital zur Verfügung stehen", sagte Habeck. "Die Art und Intensität der Gewässerunterhaltung hat einen erheblichen Einfluss auf den ökologischen Zustand und die Entwicklung von Pflanzen- und Tiergesellschaften in unseren Fließgewässern." Die Verbände müssten nicht nur den Wasserabfluss im Blick haben, sondern auch die natürliche Entwicklung der Gewässer fördern. In besonders geschützten Bereichen werden noch 24 Prozent intensiv unterhalten.

Von dpa

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