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Schleswig-Holstein E-Mails mit schädlichen Anlagen
Nachrichten Schleswig-Holstein E-Mails mit schädlichen Anlagen
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15:59 12.09.2018
Die Polizei warnt vor schadhaften E-Mails und sucht Geschädigte. Quelle: Ulf Dahl
Flensburg

Kriminelle verschicken laut Polizei E-Mails mit Anhängen, in der Regel "ZIP-Dateien", mit einer Schadsoftware. Nach dem Öffnen des Anhangs werden Daten und Dateien auf dem Computer umgehend verschlüsselt, so dass kein Zugriff mehr darauf erfolgen kann. Für die Entschlüsselung wird ein Lösegeld (häufig in der Kryptowährung "Bitcoin") gefordert.

Häufig sind die E-Mails daran zu erkennen, dass sie fehlerhaft geschrieben sind. Privatpersonen werden zumeist mit angeblich ausstehenden Zahlungen konfrontiert, Betriebe erhalten Anfragen zu offenen Stellenangeboten und werden so dazu verleitet, den Anhang zu öffnen.

In den meisten Fällen gibt es dann nur noch eine Möglichkeit: PC vom Netz trennen, formatieren und alles neu installieren. Oft bleibt nur die kostenverursachende Hilfe eines Fachmanns. Ein geschädigter Betrieb erlitt durch die Arbeitsausfallzeit und die Instandsetzung der Systeme einen Schaden von über 7500 Euro.

Die Polizei rät:

- Misstrauisch sein bei unbekannten Absendern und E-Mails, die stutzig machen.

- Keine Anhänge öffnen, von deren Ungefährlichkeit man nicht überzeugt ist.-

- Regelmäßig Updates der Software und Betriebssysteme durchführen.

- Aktuelle Anti-Viren-Software nutzen.

- Regelmäßig Datenbackups auf externen Speichermedien durchführen.-

- Betriebe sollten Ihre Netzwerkinfrastruktur besonders schützen und ihre   Mitarbeiter sensibilisieren

- Kein "Lösegeld" zahlen.

Geschädigte wenden sich bitte an das K 9 der BKI Flensburg unter: 0461 - 484 0. Dort kann man sich im Zweifelsfall auch Rat holen.

Von KN

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