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Schleswig-Holstein Erste Schiffe fliehen vor dem Eis
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13:23 25.11.2018
Von Frank Behling
Auf dem Weg in die eisfreie Nordsee: Der russische Spezialfrachter "Topaz Belaya" am Sonntag im Nord-Ostsee-Kanal.  Quelle: Frank Behling
Kiel

Erstmals hat jetzt eine russische Reederei vier Frachtschiffe von St. Petersburg nach Dänemark zur Überwinterung geschickt. In dem eisfreien Nordseehafen Esbjerg sollen das Quartett nach Mitteilung der Hafengesellschaft von Esbjerg bis zum Ende der Eisperiode im März aufgelegt werden.  

Vier Schiffe fahren nach Esbjerg

Die Schiffe mit den Namen „Topaz Volga“, „Topaz Moskva“, „Topaz  Belaya“ und „Topaz Ishim“ haben in dieser Woche St. Petersburg verlassen und werden durch den Nord-Ostsee-Kanal nach Esbjerg überführt. Am Sonntag passierten zwei der 123 Meter langen und 16 Meter breiten Schiffe den Kanal.

Bei dem Quartett handelt es sich um neue Spezialschiffe für den Transport hochwertiger Offshore-Anlagen zum Bau großer Öl- und Gasförderanlagen im Kaspischen Meer. Diese Bauteile werden in Häfen an der Ostsee und im Schwarzen Meer montiert und dann von den Frachtern über die Kanäle und Flüsse Russlands zu den Ölfeldern vor der Küste Kasachstans überführt.  

Es wird in Russland erwartet, dass weite Teile des russischen Kanalsystems bereits bis Weihnachten zugefroren sein werden. Auch in der nördlichen und östlichen Ostsee fallen bereits die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. 

Auch Rostock und Kiel als eisfreie Häfen in der Nutzung

Nicht nur in Esbjerg gibt es „Eisflüchtlinge“. In Rostock liegt seit einigen Tagen ebenfalls ein russisches Spezialschiff für den Bau von Offshore-Anlagen - das Kranschiff „Fortuna“. Es war am 28. Oktober von einem Schlepper vom russischen Hafen Bronka an der Newamündung nach Rostock geschleppt und dort aufgelegt worden.

In Kiel wird zum Jahreswechsel ebenfalls ein Schiff erwartet, dass vor Eisbildung aus finnischen Gewässern überführt wird. Das neue Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 2“ der Hamburger Reederei Tui Cruises soll Ende Dezember von der Bauwerft Meyer Turku aus Kurs auf Kiel nehmen. Die „Mein Schiff 2“ wird ihre Endausrüstung dann in Kiel am Ostseekai bekommen.

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