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Schleswig-Holstein 12 Leute sorgen für "Verdorbenes Fest"
Nachrichten Schleswig-Holstein 12 Leute sorgen für "Verdorbenes Fest"
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07:45 21.12.2017
Von Heike Stüben
Auch wenn die DVD mit dem Hörkrimi und der ausgekoppelten Auflösung nicht verkauft wird, sind die zwölf Produzenten mit ihrem Coach Claudius Carstens (hinten links) stolz auf ihr gemeinsames Werk. Quelle: fpr: Frank Peter
Rensburg

"Wir sind alle auf der Suche. Ein Abzweig in die Zukunft wäre echt schön", sagt einer der zwölf Teilnehmer, die von Hartz IV abhängig sind. Wo es genau schief gelaufen, das wollen die jungen Leute zwischen 17 und 24 Jahre nicht so gerne erzählen. Nur, dass sie sich gemeldet haben, als das Jobcenter in Rendsburg eine besondere Aktivierung angeboten hat: eine Produktion mit "Plattenmonster". So heißt eine Kieler Firma, die soziale Medienprojekte mit dem freien Bildungsträger GSM umsetzt. "Ich baue meine Computer und Medienausrüstung auf und unterstütze die Gruppe mit meinem Know-how. Was sie daraus macht – ob Film, Musikstück, Interview oder Hörspiel – das müssen die Teilnehmer selbst entscheiden", erklärt Claudius Carstens von "Plattenmonster". Einzige Vorgabe: Am Ende muss etwas produziert sein.

Plötzlich ganz neue Rollen

"Die Idee hatte wir ganz schnell. Wir wollten ein Hörspiel aufnehmen und es sollte ein Weihnachtskrimi sein", erzählt Fabian. Aber dann daraus eine Handlung zu entwickeln, die in sich logisch ist und das Mitraten ermöglicht, das sei doch ziemlich schwierig gewesen. "Und dann die ganze Geschichte als Hörspiel – so etwas hatte ja keiner von uns je gemacht", erzählt der 23-Jährige, der bisher nur Erfahrung auf dem Bau gesammelt hat. Jetzt sollte er plötzlich eine Rolle sprechen und einen Rap singen.

Auch Oliver, der die Hauptrolle verkörperte, war das Einsprechen das Anstrengendste. "Bei jedem Fehler, jeder falschen Betonung musst du von vorne ansetzen. Das war sehr, sehr anstrengend", sagt der 20-Jährige. Dennoch hätten sie nie ans Aufhören gedacht. "Das war megacool, ein super Projekt. Überhaupt nicht einfach – und trotzdem hat es uns so viel Spaß gemacht."

Für Fabian war wichtig, dass sie in kleinen Teams Aufgaben übernommen und auch "gewuppt" haben. "Wir haben gemerkt, dass wir zusammen richtig etwas schaffen können. Und es sind auch Freundschaften entstanden."

Hören Sie das gesamte Hörspiel:

Und hier die Lösung:

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