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Schleswig-Holstein Pflege: Aus drei Berufen wird einer
Nachrichten Schleswig-Holstein Pflege: Aus drei Berufen wird einer
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22:08 06.06.2018
Von Heike Stüben
In der Alten- und in der Krankenpflege wird es immer schwieriger, Fachkräfte zu finden. Die Pflegeberufereform soll die Berufe deshalb attraktiver machen. Quelle: Uwe Anspach/dpa
Kiel

Die Bundesregierung will mit dem neuen einheitlichen Pflegeberuf gleich mehrere Probleme angehen: Die Pflege soll attraktiver werden und mehr junge Leute anziehen. Die Pflegekräfte sollen problemlos zwischen den Pflegebereichen wechseln können. Der Verdienst in der Altenpflege soll auf das Niveau der Krankenpflege steigen.

Erster Schritt: Ausbildungsfonds

Damit alle Azubis in der Pflege ab 2020 eine gemeinsame Ausbildung erhalten, muss zuerst die Finanzierung neu geregelt werden. Bisher waren das zwei getrennte Systeme: Die Ausbildung der 2420 angehenden Gesundheits- und Krankenpflegekräfte und 175 Gesundheits- und Kinderkrankenpflegekräfte lief anders und wurde anders finanziert als bei den 2100 angehenden Altenpflegekräften in Schleswig-Holstein. Ein gemeinsamer Fonds soll nun die Finanzierung für die künftigen Ausbildungskosten sicherstellen.

Wer zahlt die 100 Millionen?

Wenn die Ausbildung 2022 für alle 4500 Pflege-Azubis nach dem neuen System laufen wird, müssen dafür 100 Millionen Euro eingesammelt und an die Ausbildungsbetriebe verteilt werden.  Die Krankenhäuser sollen mit anteilig gut 57 Prozent die Hauptlast tragen. Das Geld kommt aus einem Ausbildungszuschlag, den die Kliniken für jeden Behandlungsfall von den gesetzlichen und privaten Kassen erhalten. Die zugelassenen ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen steuern 30 Prozent der Ausbildungskosten bei, das Land Schleswig-Holstein rund 9 Prozent und die soziale Pflegeversicherung und die Private Pflege-Pflichtversicherung 3,6 Prozent. 

Absichtserklärung unterzeichnet

Für die Umsetzung soll in Kürze eine Gesellschaft gegründet werden, die den Fonds verwaltet. Eine entsprechende Absichtserklärung haben am Mittwoch in Kiel Sozialminister Heiner Garg, Anke Homann und Mathias Steinbuck für das Forum Pflegegesellschaft und Patrick Reimund für die Krankenhausgesellschaft (KGSH) unterzeichnet.

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