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Countdown für den Sozialen Tag

Schleswig-Holstein Countdown für den Sozialen Tag

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen in dem unscheinbaren Büro in Neumünster auf Hochtouren. Hier schlägt das Herz der einzigen Schülerstiftung in Deutschland: von "Schüler helfen Leben". Der Soziale Tag ist dabei Kern und Konstante – am 13. Juli findet er zum 20. Mal in Schleswig-Holstein statt.

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Am „Sozialen Tag 2017“ werden Schüler Geld für ein Projekt in Serbien und für das Kinder-Jugendzentrum von Johannitern und Sahel Horan in Jordanien (Foto) erarbeiten.

Neumünster. Zehntausende Schüler werden an diesem Tag in ganz Deutschland für einen guten Zweck arbeiten. Mehr als 610 Schulen sind angemeldet, täglich kommen noch welche hinzu. Natürlich soll möglichst viel Geld zusammenkommen. Für Klaas Martens, der seinen Bundesfreiwilligendienst bei Schüler helfen Leben (SHL) leistet, geht es aber auch um eine Vision: Kinder und Jugendliche übernehmen Verantwortung für sich und andere in der Gesellschaft und engagieren sich solidarisch für Frieden, Chancengerechtigkeit und Demokratie.

Auch Carlotta Schwertfeger gehört zu den acht Freiwilligen, die das SHL-Büro in Neumünster schmeißen. Fünf mal hat sie als Schülerin beim Sozialen Tag mitgemacht - heute berät die 19-Jährige nun selbst Arbeitgeber, Schüler, Eltern und Lehrer in Sachen Sozialer Tag. Was rät sie, wenn Schüler keinen Arbeit für einen Tag finden? "Sich mit anderen zusammentun und kreativ sein!“ Letzteres werden auch am Donnerstag nächster Woche wieder viele Schüler machen: Da werden komplette Buffets gezaubert, Aufführungen gemacht oder Benefizkonzerte gegeben. Wichtig: Die Aktion sollte, muss aber nicht am 13. Juli stattfinden. „Wer sich jetzt anmeldet, kann seinen Sozialen Tag auch später noch durchführen.“

Mit dem Erlös werden in diesem Jahr zwei Projekte von Partnerorganisationen unterstützt: ein Kinder- und Jugendzentrum in Jordanien, wo viele syrische Flüchtlinge leben, und ein Projekt in Serbien, bei dem Jugendliche Rückkehrern und Geflüchteten aus dem Nahen Osten helfen, im Land Fuß zu fassen. Letzteres wird Nikola Simic besonders interessiert verfolgen: Der 23-Jährige Serbe hat sein Studium in Serbien unterbrochen, um ein Jahr als Freiwilliger bei SHL mitzuarbeiten. Nun hält er Vorträge und Workshops in Schulen – zu Themen wie „Kinder und Jugendliche in Bürgerkrieg“, „auf der Flucht“,  über Diskriminierung und Feminismus. „Es gab die Nachfrage, und SHL hat dafür ein kostenlos Angebot geschaffen“, sagt Simic. Denn SHL entwickelt sich ständig weiter.

www.schueler-helfen-leben.de

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Ein Artikel von
Heike Stüben
Lokalredaktion Kiel/SH

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