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Für Insekten: Das Land soll aufblühen

Netzwerk Für Insekten: Das Land soll aufblühen

Wer beim Netzwerk Blühende Landschaft an Helmut Kohl denkt, liegt völlig falsch. Es geht um das Wiederaufblühen der Landschaft im Wortsinn. Die Schleswig-Holsteiner Thorsten Liliental und Ralph Hohenschurz-Schmidt halten das für unumgänglich und setzen sich deshalb ehrenamtlich für dieses Ziel ein.

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Das Netzwerk Blühende Landschaft wirbt dafür, dass auch in Schleswig-Holstein Gemeinden ihre Flächen so insktenfreundlich machen wie die baden-württembergische Stadt Mössingen.

Quelle: Dieter Felger

Rendsburg. Für die beiden Familienväter sind Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Käfer unersetzlich. „Die nektar- und pollensuchenden Insekten sind wichtig für unsere Ernährung, sie helfen unsere Böden gesund zu halten, Humus zu bilden, tragen zur Vielfalt von Pflanzen, Tiere und Landschaft bei“, sagen Thorsten Liliental (52), im Brotberuf Wirtschaftsförderer, und Ralph Hohenschurz-Schmidt (58), Geschäftsführer einer Abfallwirtschaftsgesellschaft. „Doch die Lebensgrundlage für die Insekten schwindet immer mehr. Auf Feldern und Wiesen, auf öffentlichen Flächen und in Gärten finden sie immer weniger Nahrung."

Das bundesweite Netzwerk mit dem Außenposten in Schleswig-Holsteiner will für das Nahrungsproblem der Blütenbestäuber und die Folgen sensibilisieren und gemeinsam mit Landwirten, Naturschützern und Verbrauchern insektenfreundliche Bewirtschaftungskonzepte entwickeln. Das sei oft unkompliziert möglich: So könnten Gemeinden auf ihren Ackerrandstreifen an Wegen und Straßen erhebliche blühende Flächen für Insekten und für das Auge der Bürger schaffen. Auf vielen öffentlichen Flächen und Privatgrundstücken gibt es Rasen, der nach einem starren Plan regelmäßig gemäht wird. Öfter mal nicht mähen wäre schon ein Gewinn.

Noch besser wäre insektenfreundliche Bepflanzungen. „Auch in Gärten blühen oft keine heimischen Arten oder Züchtungen mit gefüllten Blüten - all das ist für die Insekten nutzlos.“ Die Biologen rücken allerdings nicht selbst an, um Blühflächen zu schaffen, stehen aber als Ideengeber, Kontakt- und Informationsvermittler bereit - auch mit Vorträgen. „Wir wollen die Augen dafür öffnen, wie reich und schön eine Landschaft sein kann – und wie arm sie heute meist ist.“

Kontakt können Sie via info@de-immen.de aufnehmen, weitere Infos gibt es unter www.bluehende-landschaft.de

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