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Gewerkschaften: sechs Prozent mehr Lohn

Schleswig-Holstein Gewerkschaften: sechs Prozent mehr Lohn

"Die heute beschlossenen Forderungen bekommen Rückenwind aus dem Norden - nicht nur am Verhandlungstisch, sondern wenn es sein muss, auch auf der Straße!", sagte der schleswig-holsteinische dbb-Landesvorsitzende Kai Tellkamp. Sechs Prozent mehr Lohn fordern die Gewerkschaften.

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Flexiblere Arbeitszeiten, Reduzierung befristeter Jobs und sechs Prozent mehr Lohn: Die Gewerkschaften haben viel vor in den Verhandlungen mit den Arbeitgebern.

Quelle: Patrick Seeger

Kiel. Mindestens solle es 200 Euro pro Monat mehr Lohn für die rund 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen geben, teilte der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske in Berlin mit. Die Verhandlungen von Verdi und dbb mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände und dem scheidenden Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) beginnen am 26. Februar in Potsdam.

"Die Einkommensrunde für Bund und Kommunen muss dringend dafür sorgen, dass der öffentliche Dienst seinen Personalbedarf wieder verlässlich decken kann", sagte Tellkamp. Das gelinge auch in Schleswig-Holstein häufig nicht mehr. Die Einkommens- und Arbeitsbedingungen im öffentlichen Dienst hielten mit der Privatwirtschaft zunehmend nicht mehr Schritt, sagte Tellkamp, der bei der dbb mitverhandelt.

Eine Online-Umfrage des dbb Schleswig-Holstein habe gezeigt, welche Erwartungen die Beschäftigten vor allem haben: Mehr als zwei Drittel hätten sich für eine Forderung von mindestens sechs Prozent ausgesprochen und mehr als drei Viertel eine soziale Komponente als sinnvoll eingestuft. Hoch im Kurs stünden auch flexiblere Arbeitszeiten und die Reduzierung befristeter Jobs.

Die Einkommensrunde betrifft laut dbb im Norden 75 000 Beschäftigte zum Beispiel in der Abfallentsorgung, bei der Bundeswehr, in Kitas, Jobentern, diversen Ämtern, bei Zoll und Bundespolizei, in der Lebensmittelüberwachung, der Straßenreinigung, in Stadtwerken, kommunalen Krankenhäusern und in Sparkassen.

Von dpa

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