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Schleswig-Holstein Mehr Windstrom für Wärme und Verkehr
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10:14 24.04.2018
Schleswig-Holstein will mehr Windstrom für Wärme und Verkehr nutzen. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Schleswig-Holstein will seine Rolle als Energiewendeland weiter ausbauen. Ziel müsse es sein, mit dem nördlichsten Bundesland die Technologieführerschaft bei der Weiterentwicklung der Sektorenkopplung zu übernehmen, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Gemeinsam mit Wirtschaft und Wissenschaft müssten dazu die bisherigen Speicherprojekte sowie weitere Potenziale der Sektorenkopplung - also der Einsatz von Ökostrom im Verkehr und zur Wärmeerzeugung - analysiert werden. Es gehe darum, mithilfe erneuerbarer Energien, die vor allem Strom liefern, alle Sektoren der Wirtschaft CO2-frei mit Energie zu versorgen. Dazu gehöre etwa die Umwandlung von Strom aus erneuerbaren Energien in Wasserstoff.

Ministerpräsident fordert schnellen Netzausbau

Der Ministerpräsident erneuerte seine Forderung, den Netzausbau zu beschleunigen. Es sei absurd, dass die Bürger derzeit annähernd 300 Millionen für Anlagen zahlen müssten, die nur deshalb abgeschaltet seien, weil der Strom nicht abtransportiert werden könne. Gerade vor diesem Hintergrund komme der Sektorenkopplung eine hohe Bedeutung zu. Am Ausbau erneuerbarer Energien werde Schleswig-Holstein dessen ungeachtet festhalten. „Da gibt es kein Wackeln“, sagte Günther. Die Energiewende sei eine Erfolgsgeschichte und mit fast 20 000 Beschäftigten ein bedeutsamer Wirtschaftsfaktor für Schleswig-Holstein. Dies habe die Landesregierung im Blick und „das werden wir entschlossen, aber mit Augenmaß weiter voranbringen“.

Eckpunkte der Regionalplanung werden vorgestellt

Am Mittwoch befasst sich der Landtag mit dem Thema Windenergie. Unter anderem soll Innenminister Hans Joachim Grote (CDU) die Eckpunkte der künftigen Regionalplanung für den Ausbau der Windkraft an Land erläutern. Die Landesregierung will danach bei neuen Flächen die Abstände von Windkraftanlagen zu Wohnbebauung auf 1000 Meter erhöhen. „Wir nehmen damit mehr Rücksicht auf die Menschen im Land“, sagte Günther. Am Ziel, bis 2025 zehn Gigawatt Windstrom an Land zu produzieren, hält Günther fest.

Neben dem Ausbau der Windenergie an Land müsse die Windernte auf See gesteigert werden, sagte der CDU-Politiker. Offshore-Windparks seien eine Riesenchance für den Norden. Die dort genutzte Technik sei umweltverträglich und rechne sich inzwischen auch betriebswirtschaftlich. Die Landesregierung unterstütze Offshore-Projekte unter anderem mit einer Initiative im Bundesrat, die darauf gerichtet sei, die Ausbauziele auf See deutlich zu erhöhen.

Von lno

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