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Schleswig-Holstein Krisenfall Afrikanische Schweinepest
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15:45 08.03.2018
Von Heike Stüben
Bricht die Afrikanische Schweinepest in einem Mastbetrieb aus, müssen die Tiere nach EU-Richtlinie sofort unter Aufsicht getötet werden. Quelle: Sonja Paar

Bricht die Afrikanische Schweinepest ASP aus, wird im Radius von mindestens drei Kilometern eine Restriktionszone eingerichtet. Ein Zehn-Kilometer-Radius wird zum Beobachtungsgebiet erklärt. Ist ein Hausschweine-Bestand betroffen, muss der Bestand sofort getötet werden. In dem Restriktionsgebiet gilt für mindestens 40 Tage ein faktisches Handelsverbot für Schweine. So sieht es die EU-Richtline vor. "Bricht die Seuche in einem Bestand von Wildschweinen aus, dann gelten bestimmte Restriktionen sogar ein Jahr lang", erklärte Habeck, "auf jeden Fall würde ein Ausbruch der Krankheit einen großen Einbruch in der heimischen Fleischproduktion bedeuten."  

Der Mensch verbreitet die Seuche

Noch bestehe aber die Chance, die Afrikanische Pest aus dem Land zu halten, erklärte der grüne Minister. Denn die Tierseuche werde nach bisherigen Erkenntnisse von Menschen verbreitet: Über Wurststullen, die achtlos weggeworfen und von Wildschweinen gefressen werden, durch ungenügend gereinigte Tiertransporte aus den betroffenen osteuropäischen Ländern und durch Missachtung von Hygienevorschriften. "All das ist vermeidbar", appellierte Habeck.

Land stellt mehr mehr Veterinäre ein

Mit verstärkten Informationskampagnen, Kontrollen und Desinfektionen von Lkw an der östlichen Staatsgrenze wird versucht, die Einschleppung zu verhindern. "Dennoch müssen wir uns für einen Ausbruch wappnen", sagte Habeck. So sorge das Land dafür, dass bei einem Ausbruch das Gebiet sofort eingezäunt werden kann. Das soll die weitere Ausbreitung des Virus verhindern. Außerdem hat das Land zusätzliche Veterinäre angestellt.

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