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Schleswig-Holstein Studierende fühlen sich überrumpelt
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07:02 10.04.2018
Von Christian Hiersemenzel
Freie Fahrt im Nahverkehr? Ab Herbst 2019 könnte im Land ein neues Semesterticket gelten. Allerdings wollen die Studierenden den Preis selber aushandeln. Quelle: Frank Peter
Kiel

„Es sind die Studierendenschaften, die einen Vertrag mit den Verkehrsunternehmen eingehen“, betonen die Studentenvertreter in einem Schreiben an die Regierungsfraktionen. Das Thema sei sensibel, weil man am Ende einen Preis aushandeln müsse, der in den demokratischen Abstimmungen an den Hochschulen mehrheitsfähig sein müsste, stellte der Sprecher Henning Evers gestern fest.

Das Landeshochschulgesetz regele ganz klar, dass die Entscheidung pro oder kontra Semesterticket bei den Studenten einerseits und den Verkehrsunternehmen andererseits liege – aber „nicht bei der Landesregierung“. Man sei überrascht, wenn Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) „mit Preisvorstellungen jongliert“ – und wolle in den politischen Prozess eingebunden werden.

Nach KN-Informationen will sich das Land mit neun Millionen Euro an der Anschubfinanzierung beteiligen. Im ersten Semester soll das Ticket, das für Busse und Bahnen im Land inklusive dem Hamburger Verkehrsverbund gelten soll, 99 Euro kosten und binnen fünf Jahren schrittweise auf 150 Euro verteuert werden. Dann wäre es kostendeckend. Im Gegenzug zieht sich das Land aus der Finanzierung zurück.

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