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Schleswig-Holstein Testen Sie Ihr Naturwissen im Quiz
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05:00 26.06.2018
Von Heike Stüben
Galloways im Störland am Großen Plöner See: Um Arten langfristig zu sichern und die biologische Vielfalt zu erhöhen, pachtet und kauft die Stiftung bis heute land- und forstwirtschaftliche Flächen auf. Quelle: Matthias Friedemann
Kiel

Die Geschichte der  Stiftung Naturschutz begann während einer Wattwanderung, zu der im Frühsommer 1977 der damalige CDU-Landwirtschaftsminister Günter Flessner eingeladen hatte. Er war zwar kein Umweltminister – dieses Ressort gab es noch gar nicht –, aber die Natur lag dem passionierten Eulenschützer am Herzen.

„Auf dem Rückweg landeten wir vor einer geschlossenen Bahnschranke und er meint, dann könnten wir auch kurz in den dortigen Krug gehen“, erinnert Peter-Uwe Conrad (80), damals Flessners persönlicher Referent. Als wir da saßen, packte ich mit einem anderen Abteilungsleiter die Gelegenheit beim Schopfe und trug dem Minister unser Anliegen vor: Die Agrarstrukturen würden jährlich Millionen bekommen, die Wasserwirtschaft auch, nur der Naturschutz würde leer ausgehen. „Schon am nächsten Tag sagte der Minister zu mir: Conrad, das mit der Wirtschaft funktioniert nicht. Wir machen eine Stiftung.“ Im Rückblick eine bahnbrechende Idee, die später von vielen Bundesländern imitiert wurde.

Naturschutz wird schwieriger

So kam es: Ende 1977 beschloss der Landtag einstimmig die Gründung der Stiftung Naturschutz. „Am 1. August 1978 erwarb die Stiftung die erste Fläche – exakt 1,3688 Hektar im Delver Koog für umgerechnet 3000 Euro“, sagt Nicola Brockmüller, heute eine von 70 Mitarbeitern der Stiftung. Schon der erste Flächenankauf wird zu einem Paradebeispiel für die Arbeitsweise. Dafür musste natürlich erst einmal eine Fläche mit wertvoller Natur zum Verkauf stehen. Der Delver Koog gehört zur Flusslandschaft Eider-Treene-Sorge, dem größten Niederungsgebiet des Landes und Lebensraum für zahlreiche vom Aussterben bedrohte Tier- und Pflanzenarten.

Um Arten langfristig zu sichern und die biologische Vielfalt zu erhöhen, pachtet und kauft die Stiftung bis heute land- und forstwirtschaftliche Flächen auf. Dieses Stiftungsland ist Teil des europaweiten Natura-2000-Netzes und ein wichtiger Baustein im schleswig-holsteinischen Biotopverbundsystem. Conrad sieht das mit Freude. „Das ist eine Erfolgsgeschichte für den Naturschutz. Doch es wird auch schwerer, an Flächen heranzukommen. Die Erkenntnis, dass Boden nicht vermehrbar ist, hat längst Investoren auf den Plan gerufen, gegen die der Naturschutz nun konkurrieren muss.“

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