Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein Klare Logo-Regeln im Norden
Nachrichten Schleswig-Holstein Klare Logo-Regeln im Norden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:31 02.01.2018
Von Niklas Wieczorek
In Schleswig-Holstein trägt das SEK einen Seeadler mit Wappen auf den Uniformen. Quelle: Frank Behling

Das SEK-Emblem aus Sachsen war vor Kurzem bundesweit auf Kritik gestoßen. Das Logo, ein gekröntes und von zwei Löwen gehaltenes sächsisches Wappen – umringt von einem Lorbeerkranz –, erinnere an das Königreich Sachsen, hieß es. Die verwendete Fraktur-ähnliche Schrift wecke Erinnerungen an die NS-Zeit.

In Schleswig-Holstein steht bei den beiden verwendeten Abzeichen des SEK das Landeswappen im Mittelpunkt: „Das Tätigkeits- und das Verbandsabzeichen zeigen im Grunde das gleiche Symbol: einen Seeadler, der das Wappen von Schleswig-Holstein schützend in seinen Fängen trägt“, sagt LKA-Sprecherin Carola Jeschke. Das Tätigkeitsemblem der Spezialkräfte wird im Norden wie fast überall Schwinge genannt, und ist stets auf den Overalls befestigt: Der Name kommt durch das stilisierte Greifvogel-Flügelpaar hinter dem Abzeichen zustande. Es erinnert durchaus an das umstrittene Wappen aus Sachsen, das dort seit 1991 genutzt wird. Die Kritik richtete sich jedoch an keiner Stelle gegen die gängige Schwingenoptik.

In Schleswig-Holstein wurde das SEK wie in den übrigen westdeutschen Bundesländern als Reaktion auf den Terroranschlag während der Olympischen Spiele 1972 in München gegründet. „Auch das Logo entstand kurz nach der Gründung in den späten 70er-Jahren“, sagt LKA-Sprecherin Jeschke. Der Seeadler als größter Greifvogel im Norden stehe für die Zugriffseinheit, das Landeswappen für das zu schützende Gut, die demokratische Grundordnung und die Bürger Schleswig-Holsteins. Verwendet werde dieses Logo, wie auch bei der sächsischen Entsprechung angedacht, „als Kommandowappen an der Einsatzbekleidung und im inoffiziellen Schriftverkehr“, so Jeschke. Aus Urheberrechtsgründen könne es außerdem nicht veröffentlicht werden.

Die Verwendung sei im Erlass 70.02 geregelt, so Jeschke: Für Spezialeinheiten seien die eingeführten Ärmelzeichen zulässig, das Tragen von weiteren Abzeichen dagegen nicht.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

In der Stör bei Beidenfleth (Kreis Steinburg) haben Polizei und Feuerwehr einen toten Mann in einem Auto entdeckt. Das Fahrzeug lag auf dem Grund des Flusses, der Kapitän der Fähre Beidenfleth hatte die Einsatzkräfte am Sonntagvormittag alarmiert, wie die Polizei mitteilte.

01.01.2018

Der deutsche Tanker "Elsa Essberger" hat am Silvesterabend eine unbemannte Plattform eines Öl- und Gasförderfelds vor der niederländischen Küste gerammt und schwer beschädigt. Nach Meldungen aus den Niederlanden blieb die Besatzung des Tankers bei dem Unglück jedoch unverletzt.

Frank Behling 01.01.2018

Wegen zu starker Strömung und Wind ist das für Montag angekündigte Neujahrsbaden am Wenningstedter Strand abgesagt worden. Das gab der Tourismus-Service Wenningstedt-Braderup unter anderem auf seiner Facebook-Seite bekannt.

01.01.2018
Anzeige