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Klare Logo-Regeln im Norden

Streit um SEK-Embleme Klare Logo-Regeln im Norden

Ein Seeadler mit dem Landeswappen in seinen Fängen und ein klarer Erlass seit Februar 2016: Dank dieser Grundlagen soll die Diskussion um Logos und den Schriftzug des Polizei-Spezialeinsatzkommandos (SEK) in Sachsen in Schleswig-Holstein wenig Widerhall finden.

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In Schleswig-Holstein trägt das SEK einen Seeadler mit Wappen auf den Uniformen.

Quelle: Frank Behling

Kiel. Das SEK-Emblem aus Sachsen war vor Kurzem bundesweit auf Kritik gestoßen. Das Logo, ein gekröntes und von zwei Löwen gehaltenes sächsisches Wappen – umringt von einem Lorbeerkranz –, erinnere an das Königreich Sachsen, hieß es. Die verwendete Fraktur-ähnliche Schrift wecke Erinnerungen an die NS-Zeit.

In Schleswig-Holstein steht bei den beiden verwendeten Abzeichen des SEK das Landeswappen im Mittelpunkt: „Das Tätigkeits- und das Verbandsabzeichen zeigen im Grunde das gleiche Symbol: einen Seeadler, der das Wappen von Schleswig-Holstein schützend in seinen Fängen trägt“, sagt LKA-Sprecherin Carola Jeschke. Das Tätigkeitsemblem der Spezialkräfte wird im Norden wie fast überall Schwinge genannt, und ist stets auf den Overalls befestigt: Der Name kommt durch das stilisierte Greifvogel-Flügelpaar hinter dem Abzeichen zustande. Es erinnert durchaus an das umstrittene Wappen aus Sachsen, das dort seit 1991 genutzt wird. Die Kritik richtete sich jedoch an keiner Stelle gegen die gängige Schwingenoptik.

In Schleswig-Holstein wurde das SEK wie in den übrigen westdeutschen Bundesländern als Reaktion auf den Terroranschlag während der Olympischen Spiele 1972 in München gegründet. „Auch das Logo entstand kurz nach der Gründung in den späten 70er-Jahren“, sagt LKA-Sprecherin Jeschke. Der Seeadler als größter Greifvogel im Norden stehe für die Zugriffseinheit, das Landeswappen für das zu schützende Gut, die demokratische Grundordnung und die Bürger Schleswig-Holsteins. Verwendet werde dieses Logo, wie auch bei der sächsischen Entsprechung angedacht, „als Kommandowappen an der Einsatzbekleidung und im inoffiziellen Schriftverkehr“, so Jeschke. Aus Urheberrechtsgründen könne es außerdem nicht veröffentlicht werden.

Die Verwendung sei im Erlass 70.02 geregelt, so Jeschke: Für Spezialeinheiten seien die eingeführten Ärmelzeichen zulässig, das Tragen von weiteren Abzeichen dagegen nicht.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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