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Schleswig-Holstein Elektronische Arztvisite am Bildschirm
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07:00 16.01.2018
Von Anne Holbach
Sprechstunde im Gesundheitsministerium: Claudia Schrewe zeigt Heiner Garg die elektronische Visite und schaltet den Chirurgen Hans-Jürgen Beckmann zu.isite Quelle: Sonja Paar
Kiel

„Ist mir noch zu helfen?“, fragt Heiner Garg (FDP) in eine Webcam. Der Gesundheitsminister ist am Montagmorgen Testpatient. Auf einer Leinwand ist ein Chirurg mit OP-Haube zu sehen. Hans-Jürgen Beckmann ist aus Bünde in Nordrhein-Westfalen zugeschaltet, um die elektronische Visite (Elvi) zu demonstrieren.

„Per Liveschalte können sie sich über Unklarheiten, Medikation oder Wundversorgung austauschen“, erklärt AOK-Landesdirektor Thomas Haeger. Der Patient hat die Möglichkeit, eine Wunde oder Ausschlag in die Kamera zu halten, sodass der Arzt drauf schauen kann. Künftig könnten auch Daten zum Blutzuckergehalt oder Herzrhythmus übermittelt werden.

So spare sich der Arzt lange Anfahrten für kurze Routinekontrollen, und ältere Patienten müssten nicht für Lappalien den mühevollen Weg in die Praxis antreten, sagt Beckmann. Die Pilotphase in Bünde habe gezeigt, dass sich Vorbehalte schnell erledigten, wenn Ärzte erste Erfahrungen mit Elvi sammelten. Nun soll das System auch im Herzogtum Lauenburg getestet werden – dem Kreis mit der höchsten Alterszuwanderung im Land.

Los geht es in fünf Pflegeeinrichtungen in Mölln, Ratzeburg, Schwarzenbek, Berkenthin und Geesthacht. In drei Jahren sollen laut Christina Möllmann vom Praxisnetz Lauenburg zwei Drittel der 43 Einrichtungen des Kreises mit Elvi erreicht werden. Zunächst können nur AOK-Mitglieder teilnehmen, bei Erfolg soll die E-Visite auf alle Patienten ausgeweitet werden.

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