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Polizei im Land blitzt wieder mehr

Temposünder Polizei im Land blitzt wieder mehr

Die Polizei in Schleswig-Holstein hat die Jagd auf Temposünder wieder deutlich verstärkt. Bis November wurden 607.000 Autofahrer erwischt, die zu schnell fuhren. Damit ist der Vorjahreswert um 14.000 übertroffen, der von 2015 sogar um über 60.000. Ein Grund sind die rückläufigen Flüchtlingszahlen.

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Sechs Blitzsäulen halfen der Polizei 2017 in Kiel. Zwei neue kommen hinzu, eine wird wieder abgebaut.

Quelle: Uwe Paesler

Kiel. Auffallend sind der Kreis Segeberg und die Stadt Neumünster mit jeweils mehr als 120.000 Verstößen. In Neumünster entspricht das fast einer Verdoppelung. In Kiel stieg die Zahl der von der Polizei erfassten Verstöße von 4000 auf fast 12.000 an und verdreifachte sich damit.

 "Die Flüchtlingskrise hat sich entscheidend auf die Verkehrsüberwachung im Land ausgewirkt", sagt Landespolizei-Sprecher Torge Stelck. Nachdem viele Beamte 2015 und 2016 in den Landesunterkünften eingesetzt waren, stehen sie inzwischen wieder mehr für den Dienst auf der Straße zur Verfügung.

Starke Überwachung in Neumünster

Neumünster gilt als Knotenpunkt, in dem die Polizei den Verkehr verhältnismäßig stark überwacht. Dies erklärt die im Landesvergleich hohe Zahl an Verstößen. Das Ordnungsamt der Stadt sei dagegen weniger aktiv, heißt es von der Polizei.

Anders ist das in Kiel. Bis Ende November hat die Stadt knapp 100.000 Autofahrer erwischt, die entweder mit zu hoher Geschwindigkeit unterwegs waren oder bei Rotlicht über die Ampeln fuhren. Im Gegensatz zu den Kontrollen der Polizei schwanken die Zahlen der Stadt kaum.

Im Vorjahr wurden 98.000 Verstöße registriert, 2015 waren es 118.000. Neben mobilen Geräten waren insgesamt sechs feste Blitzsäulen im Einsatz. Im kommenden Jahr sollen am Minetti-Platz und vor dem Hauptbahnhof zwei weitere installiert werden. Eine Blitzsäule in der Prinz-Heinrich-Straße wird dagegen abgebaut.

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Ein Artikel von
Niklas Wieczorek
Lokalredaktion Kiel/SH

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