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Schleswig-Holstein Schüsse im IC: Neuer Zeuge aufgetaucht
Nachrichten Schleswig-Holstein Schüsse im IC: Neuer Zeuge aufgetaucht
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18:58 06.06.2018
Von Christian Hiersemenzel
Nach einem Messerangriff im Zug stand der Intercity auf einem Abstellgleis wenige hundert Meter vom Flensburger Bahnhof entfernt. Eine Polizistin hatte den mutmaßlichen Täter erschossen. Quelle: Benjamin Nolte
Kiel

Weitere Angaben zu dem Zeugen machte Zepter zunächst nicht.

Der Tathergang könnte sich am 30. Mai demnach so abgespielt haben: Die 22-jährige Bremer Polizistin war auf dem Heimweg nach Flensburg gewesen, hieß es, wo sie bereits am Bahnsteig von ihrer Mutter erwartet wurde. Die junge Frau hatte ihre Ausbildung ein halbes Jahr zuvor abgeschlossen – Auszubildende dürfen noch nicht in Uniform reisen.

Generalstaatsanwalt: Polizistin rannte zurück

Nach Angaben von Generalstaatsanwalt Wolfgang Zepter griff der 24-jährige Täter, ein Flüchtling aus Eritrea mit Aufenthaltsbehörde in Recklinghausen, die Polizistin an und verletzte sie offenbar mit einem Küchenmesser im Gesicht, als sie gerade den Zug verlassen wollte. Sie sei darauf zurück in den Gang gelaufen, wo sie der Täter verfolgte und erneut angriff. Ein 35-jähriger Kölner sei dazwischen gegangen und ebenfalls verletzt worden. Als der Täter im Begriff stand, weiter auf das zivile Opfer einzustechen, habe ihn die Polizistin erschossen.

Politik debattiert über Fürsorgepflicht

Politiker im Innen- und Rechtsausschuss debattierten darüber, ob der Staat gegenüber Polizisten seine Fürsorgepflicht verletze. Anders als bei Streifen, bei denen die Beamten aus Sicherheitsgründen mindestens zu zweit unterwegs sein müssen, gilt die Regel bei Heimfahrten in Uniform bislang nicht.

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