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Schleswig-Holstein Klinikchefs schreiben Beschwerdebrief
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18:02 27.11.2018
Von Ulf B. Christen
UKSH-Klinikchefs schreiben Beschwerdebrief an Günther: Die Professoren fordern mehr Geld. Quelle: Frank Peter
Kiel

Die Professoren warnen davor, dass das UKSH ohne Landeshilfe den „Wettbewerb um die besten Köpfe „verlieren“ werde und weitere Patienten nach Hamburg abwandern. „Schleswig-Holstein muss den Zuschuss an das Universitätsklinikum deutlich aufstocken und es so gut behandeln wie andere Bundesländer es tun“, sagte der Sprecher der Kieler Klinik- und Institutsdirektoren, Prof. Norbert Frey. Der Kostendruck und die Arbeitsverdichtung gefährdeten zunehmend die Krankenversorgung.

Aufschlag von 50 Millionen Euro gefordert

In dem Brief wird Günther vorgehalten, dass Hamburg den Zuschuss für die Uni-Klinik Eppendorf um 56 Millionen Euro jährlich erhöhe. Die Professoren fordern wie bereits zuvor der UKSH-Vorstandschef, Prof. Jens Scholz, einen Aufschlag von 50 Millionen Euro im Jahr. Derzeit überweist das Land seiner 100-prozentigen Tochter für Lehre, Forschung und Krankenversorgung rund 150 Millionen Euro im Jahr. Die Klinikchefs beklagen, dass das UKSH seinen Teil-Neubau in Kiel und Lübeck gleichsam aus eigener Tasche bezahlen muss, während Niedersachsen den Neu- und Ausbau der Kliniken in Hannover und Göttingen übernimmt. Ohne Kurswechsel drohe ein Aderlass beim Personal. Schon heute sind laut UKSH in Kiel und Lübeck rund 100 Pflegestellen unbesetzt.

Günther nimmt Lage "sehr ernst"

Günther betonte, dass die Regierung die Lage am UKSH „sehr ernst“ nehme und bereits mehr Geld bereitstelle. So soll das UKSH jährlich fünf Millionen Euro zusätzlich erhalten. Ansonsten schob Günther den Schwarzen Peter zu Scholz. Er soll zu den Kritikpunkten Stellung beziehen. Aber, so Günther: „Generell gilt, dass unmittelbare Vergleiche zur Situation anderer Kliniken aufgrund unterschiedlicher Rahmenbedingungen in den Bundesländern nicht sachgerecht und deshalb für die Gesamtbetrachtung wenig hilfreich sind.“

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