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Schleswig-Holstein Haithabu und Danewerk empfohlen
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13:16 15.05.2018
Das Wikingermuseum in Haithabu bei Schleswig und das Grenzbauwerk Danewerk könnten bald auf der Unesco-Welterbeliste stehen. Quelle: Carsten Rehder, dpa
Kiel

Das Komitee entscheidet auf seiner Sitzung in Bahrain vom 24. Juni bis 3. Juli. Bisher ist Schleswig-Holstein auf der Welterbeliste mit dem Nationalpark Wattenmeer und der Hansestadt Lübeck vertreten.

"Diese Nachricht begeistert die Landesregierung ebenso wie unser Archäologisches Landesamt, das seit 14 Jahren an der Anerkennung arbeitet", sagte Kulturministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag zum Votum des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos). "Wir gratulieren zu dieser ungemein wichtigen Etappe auf dem Weg zum Weltkulturerbe, die unser kulturelles Erbe rund um den wikingerzeitlichen Handelsknotenpunkt Haithabu und die Wallanlagen des Danewerk jetzt bereits weltweit würdigt."

Haithabu und Danewerk befanden sich im Zentrum der Handelsnetze

Der bedeutende Seehandelsplatz Haithabu aus der Wikingerzeit und das Danewerk liegen bei Schleswig an einer historischen Engstelle zwischen der Schlei und den Niederungen der Nordsee. Zwischen dem 8. und dem 11. Jahrhundert befanden sie sich im Zentrum der Handelsnetze zwischen Nord- und Westeuropa und bildeten den Kern der Grenze zwischen dem dänischen Königreich und dem fränkischen Reich. Der Denkmalkomplex erstreckt sich über 33 Kilometer.

Der Welterbeantrag wurde seit einem Landtagsbeschluss 2004 vom Archäologischen Landesamt vorbereitet. Einen internationalen Antrag mit Island, Dänemark, Lettland und Norwegen wies das Welterbekomitee 2015 zur weiteren Überarbeitung zurück. Dieser Antrag wurde dann nicht mehr verfolgt. Stattdessen bekam 2016 das Archäologische Landesamt den Auftrag, einen neuen Antrag zu erarbeiten.

Von dpa

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