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Uni Lübeck wegen Stöcker unter Druck

Reaktion gefordert Uni Lübeck wegen Stöcker unter Druck

Die Empörung geht weiter: Nach den heftig umstrittenen Äußerungen des Unternehmers Winfried Stöcker gegen die #MeeToo-Bewegung hat die Antidiskriminierungsbeauftragte des Landes eine schnelle Reaktion der Universität Lübeck gefordert.

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Winfried Stöcker steht in der Kritik.

Quelle: Daniel Bockwoldt

Kiel. Es könne nicht sein, dass Stöcker als Honorarprofessor nach seinem rassistischen und sexistischen Verhalten vor junge Studentinnen und Studenten trete, teilte Samiah El Samadoni in einem Schreiben mit.

Es bestünden „ernsthafte Zweifel“ an der Eignung als Lehrkraft. Während sich der kritisierte Unternehmer gestern nicht zu dem Vorgang äußern wollte, räumte die Universität indirekt einen gewissen Handlungsbedarf ein.

Wie berichtet, hatte Stöcker in einer provokanten Rede vor 300 Zuhörern und in einem Mitarbeiterbrief kürzlich gegen die #MeToo-Bewegung, Flüchtlinge und Journalisten ausgeteilt.

Die Universität Lübeck will eigenen Angaben zufolge den Vorgang nun prüfen. 2011 hatte sie Stöcker zum Honorarprofessor berufen. „Er übt bei uns aber keine Lehrtätigkeit aus“, stellte ein Sprecher gestern auf Anfrage klar.

Nach früheren umstrittenen Äußerungen sei die Partnerschaft bereits vor drei Jahren zurückgefahren und „weitestgehend entkoppelt worden“, hieß es.

Inwieweit eine Entziehung des Honorartitels möglich sei, werde das Präsidium der Lübecker Universität beraten.

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Ein Artikel von
Jens Kiffmeier
Wirtschaftsredaktion

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