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Schleswig-Holstein Gewerkschaft will die Telekom umzingeln
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15:59 10.04.2018
"Wir sind es wert.": Verdi hat erneut zu bundesweiten Warnstreiks im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes aufgerufen. Am Dienstag demonstrierten Gewerkschafter auf dem Marienplatz in München. Quelle: Matthias Balk/dpa
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Kiel/ Hamburg

Unter dem Motto „Wir nehmen die Telekom in die Zange“ sollen Beschäftigte aus Schleswig-Holstein und Hamburg zwischen 10.30 Uhr und 11.30 Uhr mit einer Menschenkette das Konzernhaus in Hamburg umzingeln, sagte Kirsten Jöhnck, Verdi-Landesfachbereichsleiterin.

Gewerkschaft erwartet bis zu 800 Teilnehmer

Die Gewerkschaft rechnet allein in Hamburg mit bis zu 800 Teilnehmern, die zum Teil mit Bussen aus Schleswig-Holstein eingefahren werden. In Schleswig-Holstein werde zusätzlich an den Standorten Heide, Flensburg, Kiel und Lübeck gestreikt.

2016 folgten dem Streikaufruf noch 500 Telekom-Techniker im Norden.

Schon am Dienstag legten bundesweit rund 4100 Beschäftigte ihre Arbeit nieder. Bis auf Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland habe Verdi in allen Bundesländern die Telekom bestreikt, sagte Verdi-Streikleiter Peter Praikow am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Der Großteil der Warnstreikenden arbeite im Service, rund ein Viertel im Technikbereich.

Kurz vor der vierten Tarifverhandlungsrunde am Mittwoch und Donnerstag in Euskirchen (Nordrhein-Westfalen) erwartet die Gewerkschaft ein verbessertes Angebot der Arbeitgeber. „Das, was bislang auf dem Tisch liegt, ist so nicht akzeptabel“, sagte Praikow.

Telekom signalisiert Kompromissbereitschaft

Die Telekom signalisierte Kompromissbereitschaft. „Wir sind einigungswillig“, sagte ein Telekom-Sprecher am Dienstag. In der vergangenen Verhandlungsrunde Ende März hatte die Telekom eine 28-monatige Laufzeit mit einem Lohnplus von zunächst 2,0 und später 1,7 Prozent angeboten. Verdi fordert für die rund 62 000 Beschäftigten unter anderem eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Auszubildende und dual Studierende sollen jeweils 75 Euro im Monat mehr erhalten.

Von dpa

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