Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Schleswig-Holstein Grote: Busfahrer verhinderte Schlimmeres
Nachrichten Schleswig-Holstein Grote: Busfahrer verhinderte Schlimmeres
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:15 23.07.2018
Bei einer Gewalttat in dem sind mehrere Menschen verletzt worden. Ein Mann soll eine Waffe gezogen und Menschen angegriffen haben. Quelle: -/TNN/dpa
Lübeck

Er wurde im Iran geboren, besitzt aber seit vielen Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft. Nach derzeitigen Erkenntnissen gebe es "eindeutig keinen terroristischen Hintergrund, weder in seiner Person noch in dem bislang recherchierten Umfeld", sagte Schleswig-Holsteins Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) am Freitagabend.

Der in Lübeck lebende Mann soll voraussichtlich am Sonnabendvormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl wegen versuchter vorsätzlicher Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung gegen ihn erwirken. Die Lübecker Oberstaatsanwältin Ulla Hingst konnte am Freitagabend noch keine Angaben zum Werdegang des 34-Jährigen machen.

Nach Einschätzung von Grote haben eine zufällig in der Nähe gewesene Streifenwagen-Besatzung und vor allem das schnelle Handeln des Busfahrers Schlimmeres verhindert. Der Busfahrer habe "schnell und couragiert gehandelt", sagte Grote. "Dem gebührt ein großer Dank." Der Busfahrer selbst wurde durch einen Faustschlag des Tatverdächtigen verletzt.

+++ Wir berichten in einem Live-Ticker +++

  • Die wichtigsten Infos in Kürze

    - Am Freitagnachmittag gab es eine Attacke in einem Lübecker Linienbus
    - Zehn Menschen wurden mit einem Stichwerkzeug verletzt
    - Fahrgäste sollen den Täter überwältigt haben
    - Ein terroristischer Hintergrund wird derzeit ausgeschlossen




  • 20.07.18 20:35
    +++ Ticker für heute beendet +++

    Wir beenden den Liveblog für den heutigen Tag und bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit. Sobald es am Sonnabend neue Informationen gibt, erfahren Sie diese wie gewohnt auf KN-online.
  • 20.07.18 19:59
    +++ Mehr Polizei auf der Travemünder Woche +++

    Die Polizei will ihre Präsenz auf dem Sommerfest nun "deutlich wahrnehmbar für alle Besucher erhöhen", wie Lübecks Polizeichef Norbert Traps ankündigt.
  • 20.07.18 19:40
    +++ Grote: Handgemenge im Bus +++

    Laut Grote hatte der Fahrer im Rückspiegel Qualm bemerkt, den Bus gestoppt und alle Türen geöffnet. Anschließend soll der mutmaßliche Täter nach ersten Erkenntnissen der Ermittler wahllos auf Fahrgäste eingestochen haben. Unklar ist noch, ob er das noch im Bus oder erst draußen tat. Der Fahrer sei zu dem Tatverdächtigen geeilt und von diesem geschlagen worden, sagte Grote. "Dann hat es ein Handgemenge gegeben." Gemeinsam hätten Passagiere und Fahrer versucht, den Mann zu überwältigen.

    Polizisten, die zufällig in der Nähe Streife gefahren seien, hätten ihn festgenommen.

  • 20.07.18 19:39
    +++ Keine Sprengmittel gefunden +++

    In dem Rucksack des Mannes fanden Experten Brandbeschleuniger, aber "keine weiteren Sprengmittel oder Ähnliches", sagte Hingst. Laut Innenminister Grote hat die Tat nach derzeitigen Erkenntnissen "eindeutig keinen terroristischen Hintergrund, weder in seiner Person noch in dem bislang recherchierten Umfeld". Die aufgefundenen Spuren deuteten nicht auf "einen Sprengsatz oder ein ähnliches Vergehen".
  • 20.07.18 19:26
    +++ Foto von der Pressekonferenz +++

    Detlev Zawadzki (l-r), Leiter der Kriminalpolizei Lübeck, Jan Lindenau (SPD), Bürgermeister Lübecks, Hans-Joachim Grote (CDU), Innenminister Schleswig-Holsteins, Ulla Hingst, Oberstaatsanwältin und Norbert Trabs, Leiter der Polizeidirektion Lübeck, äußern sich auf einer Pressekonferenz zu der Messerattacke in einem Linienbus. Foto: dpa
  • 20.07.18 18:48
    +++ Mutmaßlicher Täter schweigt +++

    Nach der Messerattacke in einem voll besetzten Lübecker Linienbus verweigert der mutmaßliche Täter bislang die Aussage zu den gegen ihn erhobenen Vorwürfen. "Der Tatverdächtige hat sich bisher zu den Vorwürfen nicht eingelassen", sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Ulla Hingst, am Freitag. Der Mann sollte voraussichtlich am Sonnabendvormittag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft will einen Haftbefehl wegen versuchter vorsätzlicher Brandstiftung, gefährlicher Körperverletzung und Körperverletzung gegen den 34-Jährigen erwirken.

    Laut Hingst hat der im Iran geborene Mann seit "vielen Jahren" die deutsche Staatsbürgerschaft. Er lebt in Lübeck. Weitere Angaben zu seinem Werdegang konnte sie zunächst nicht machen.
  • 20.07.18 18:46
    +++ Weiteres Videos aus Lübeck +++

    Im Text findet Ihr ein Video mit einem Augenzeugenbericht.
  • 20.07.18 18:29
    +++ Video vom Tatort +++
  • 20.07.18 17:33
    +++ Hintergründe weiter unklar +++

    Nun recherchieren die Ermittler den Hintergrund des mutmaßlichen Täters. "All dieses läuft momentan, sowohl mit der Polizei als auch dem Verfassungsschutz", sagt Grote. Die Behörden prüften, ob es verdächtige Verbindungen des Mannes gebe. "Aber nach derzeitigem Stand ist dies zumindest jetzt nicht bekannt." Auch nach Angaben der Staatsanwaltschaft gibt es keine Hinweise auf eine Radikalisierung des mutmaßlichen Täters.
  • 20.07.18 17:09
    +++ Keine Radikalisierung des Täters vor Tat +++
  • 20.07.18 17:08
    +++ Polizei aktualisiert Zahl der Verletzten +++
  • 20.07.18 16:42
    +++ Mann soll mehrere Jahre in Lübeck gewohnt haben +++

    Nach Informationen der Lübecker Nachrichten ist der Tatverdächtige ein 34-jähriger Mann aus dem Iran, der die deutsche Staatsbürgerschaft hat und seit Jahren in Lübeck wohnt. Innenminister Grote gehe nicht von einem Terrorangriff aus und spriche derzeit von neun Verletzten.
  • 20.07.18 15:28
    +++ Deutsche Staatsangehörigkeit +++

    Laut Oberstastaanwältin Hingst ist der Täter deutscher Staatsangehöriger. Der 34-Jährige sei nicht in Deutschland geboren: "Hinweise für politische Radikalisierung in irgendeiner Form haben wir nicht."
  • 20.07.18 15:27
    +++ Innenminister Grote ist vor Ort +++

    Innenminister Grote: "Der Täter hat nichts gerufen oder verlautbaren lassen gleichwohl wäre es unangemessen einen terroristischen Hintergrund auszuschließen. Der Rucksack mit dem Brandsatz stand im Gelenk des Gelenkbusses. Bürgermeister Lindenau will sehen wie es auf Travemünder Woche weitergeht, ob es eine feierliche Eröffnung gibt.
    Foto: dpa
Tickaroo Liveblog Software

Von lno

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Er hatte offenbar massenhaft wertvolle Ware in seinem Besitz. Ein 46-Jähriger wurde von einer Zivilstreife am Donnerstagmorgen im Karlstal in Kiel-Gaarden kontrolliert, und gleich festgenommen. Denn er führte Haschisch und Heroin mit sich. Und zu Hause fanden die Ermittler noch viel mehr.

Niklas Wieczorek 20.07.2018

Schleswig-Holsteins Kraftfahrzeuggewerbe fordert, die vom Abgas-Skandal betroffenen Diesel-Fahrzeuge kurzfristig auf Kosten der Hersteller mit Hardware nachzurüsten. Die Landesregierung müsse auf Bundesebene Druck machen, damit Nachrüstsysteme zugelassen werden.

Heike Stüben 20.07.2018

Bei einem Unfall in der Nacht zu Freitag bei Hattstedt wurde eine Frau schwer verletzt. Sie war offenbar betrunken gefahren und zunächst gegen einen Laternenmast geprallt.

20.07.2018