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Schleswig-Holstein Verursacher von A-1-Unfall mit zwei Toten vor Gericht
Nachrichten Schleswig-Holstein Verursacher von A-1-Unfall mit zwei Toten vor Gericht
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02:47 04.10.2018
Der Angeklagte aus Winsen an der Luhe steht in Ahrensburg vor Gericht. Quelle: Angelika Warmuth/dpa
Ahrensburg

Kurz nach dem ersten Unfall raste ein zweites Auto in die Unfallstelle auf der A 1 zwischen den Anschlussstellen Reinfeld und Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) und tötete zwei Männer. Der Angeklagte aus Winsen an der Luhe soll unterdessen sein beschädigtes Auto in einem Gewerbegebiet in Bad Oldesloe abgestellt und mit einem Taxi nach Hause gefahren sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem fahrlässige Tötung in zwei Fällen, unerlaubtes Entfernen vom Unfallort, Trunkenheit im Verkehr und Vortäuschen einer Straftat vor. Besonders tragisch: einer der bei dem Unfall getöteten Männer hatte zuvor als Ersthelfer den Fahrer des verunglückten Autos aus dem Wrack befreit.

Angeklagter soll von Unfallstelle geflüchtet sein

Am 26. Januar 2017 soll der Angeklagte nach Angaben der Staatsanwaltschaft auf der A 1 zwischen Reinfeld und Bad Oldesloe mit hoher Geschwindigkeit auf ein vor ihm fahrendes Auto aufgefahren sein. Der Fahrer, ein 54 Jahre alter Mann aus Bielefeld, wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt, das quer zur Fahrtrichtung auf dem linken Fahrstreifen stehen blieb. Der Angeklagte habe seine Fahrt fortgesetzt, ohne sich um den Unfall zu kümmern, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Wenig später krachte ein weiteres Auto in das unbeleuchtete Unfallfahrzeug. Dabei wurden der 54-Jährige und der 44 Jahre alte Ersthelfer getötet. Beide hatten nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor dem Unfallfahrzeug gestanden und wurde durch die Wucht des Aufpralls über die Mittelleitplanke auf die Gegenfahrbahn geschleudert. Sie waren noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen erlegen.

Fahrzeug angeblich gestohlen gemeldet

Das Auto des Angeklagten entdeckte die Polizei Stunden nach dem Unfall in einem Gewerbegebiet in Bad Oldesloe. Der Angeklagte habe es dort abgestellt und sei mit einem Taxi nach Hause gefahren, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Bei seiner Befragung durch die Polizei habe er ausgesagt, er sei den ganzen Tag über zu Hause gewesen. Sein Fahrzeug will er als gestohlen gemeldet haben, heißt es dort weiter.

Für den Prozess hat das Gericht bislang zwei Verhandlungstage geplant und acht Zeugen geladen.

dpa/RND

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