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Schleswig-Holstein Staatsanwalt klagt Mitarbeiter von Sig Sauer an
Nachrichten Schleswig-Holstein Staatsanwalt klagt Mitarbeiter von Sig Sauer an
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23:05 11.04.2018
Von Ulrich Metschies
Sig Sauer soll ohne Genehmigung über die USA Pistolen nach Kolumbien geliefert haben. Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt.  Quelle: Carsten Rehder/dpa
Kiel/Eckernförde

Sig Sauer soll ohne Genehmigung über die USA Pistolen nach Kolumbien geliefert haben. Die Staatsanwaltschaft wollte die Anklage zunächst weder bestätigen noch dementieren.

Kolumbien hatte den Import deutscher Pistolen aus den USA bestätigt. Demnach hatte Bogota von 2006 an über das US-Verteidigungsministerium knapp 65.000 Pistolen vom Typ SP 2022 für 28,6 Millionen Dollar gekauft, von denen ein Teil in Eckernförde hergestellt worden war. Für dieses Geschäft soll es keine Genehmigung vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle gegeben haben.
Bereits 2014 hatte die Staatsanwaltschaft Kiel Ermittlungen gegen Sig Sauer eingeleitet. Aus Eckernförde waren die Waffen an eine Sig-Schwesterfirma in den USA geliefert worden, bevor sie nach Kolumbien gingen. Dokumenten zufolge sollten sie für den zivilen Markt in den USA bestimmt sein. Viele Belege offenbarten aber, dass der Produzent wusste, dass die Waffen an Kolumbiens Polizei weitergeleitet wurden. Goecke hingegen sagte den Kieler Nachrichten: „Es besteht nach wie vor die feste Überzeugung, dass die Ausfuhr in die USA rechtskonform erfolgte.“

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Eine multimediale Reportage zur Rüstungsindustrie in Schleswig-Holstein finden Sie hier.

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