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Schleswig-Holstein Neue Plakat-Aktion für den echten Norden
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21:15 13.03.2019
Von Christin Jahns
Michael Plett (48, links) und Iris Meschke (49) sind zwei der vier Gesichter der neuen Kampagne „Warum SH?“, mit der das Wirtschaftsministerium für die landesweite Dachmarke „Der echten Norden“ wirbt. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

„Wenn ich für den Job hier weg müsste, würde ich eher den Job wechseln“, sagt Michael Plett aus Felmerholz im Kreis Rendsburg-Eckernförde. Iris Meschke lebt in Flensburg und hat erst nach einem halben Jahr in Italien gemerkt, wie sehr sie die Weite vermisst. „Hier gehöre ich hin, wo die Luft rein ist und die Menschen ehrlich sind.“ Iris Meschke und Michael Plett sind die Gesichter der Aktion „Warum SH?“, mit der das Wirtschaftsministerium die nächste Phase der Kampagne zur Dachmarke „Der echte Norden“ einleitet. Damit sollen nach Unternehmen und Fachkräften nun die Bürger im Mittelpunkt stehen.

Kampagne wirbt mit 63 Plakaten für den echten Norden

„Die besten Botschafter sind doch die Menschen, die hier leben und sagen, das ist toll“, sagte Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) bei der Präsentation der Kampagne, die das Land für die Jahre 2018 und 2019 rund 235000 Euro kostet. Ab Freitag sollen 63 großflächige Plakate mit Meschke, Plett und zwei weiteren Schleswig-Holsteinern an Fußwegen, Supermarkt-Parkplätzen und Bahnsteigen in 14 Städten zu sehen sein. Zusätzlich sollen die Motive auf Bierdeckeln in 45 Restaurants und Kneipen im Land ausliegen.

„Bei der Aktion handelt es sich um eine Dialogkampagne“, erläutert Stefanie Giese von der Kieler Werbeagentur boy, die sich im vergangenen Jahr den Zuschlag für die Plakataktion sicherte. „Wir möchten dazu anregen, dass man sich im Freundeskreis am Rande eines Bierdeckels darüber unterhält, warum man eigentlich hier ist.“

Slogan der Dachmarke polarisiert

„Warum SH?“ ist die dritte Kampagne seit Einführung der landesweiten Dachmarke „Der echte Norden“ im Jahr 2014. Der vom Wirtschaftsministerium gesteuerte Markenprozess hat das Ziel, die Stärken Schleswig-Holsteins nach außen und innen zu transportieren und Identifikationsmöglichkeiten zu schaffen. Bei seiner Einführung stieß der provokative Werbeslogan allerdings auf Widerstand. Die Kampagne wurde als inhaltlich unklar und als Verschwendung von Steuergeldern kritisiert und stieß vor allem bei den norddeutschen Nachbarländern auf Unverständnis.

In den vergangenen vier Jahren haben sich dennoch 400 Unternehmen und Institutionen unter dem Marken-Dach versammelt und mit einem Bekanntheitsgrad von 21 Prozent erreichte der polarisierende Werbespruch in einer deutschlandweiten Umfrage im Jahr 2016 immerhin Platz sechs im Länder-Ranking.

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