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Schleswig-Holstein Seehunde bekommen Junge in Rekordzahl
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16:38 01.11.2018
Seehundjunge werden im Sommer von Mai bis September auf den Sandbänken im Wattenmeer geboren und gesäugt. Quelle: Wolfgang Runge/dpa (Archiv)
Wilhelmshaven

Die Anzahl der gezählten Tiere bleibt mit jährlich 25 000 bis 27 000 Seehunden seit 2012 weitgehend konstant.

Allerdings gelingt es nicht, den kompletten Bestand der Tiere zu zählen - nicht alle Seehunde liegen zur gleichen Zeit am Ufer oder ruhen sich auf den Sandbänken aus, wo sie gezählt werden können. Deswegen schätzen die Experten den Gesamtbestand in Hochrechnungen auf etwa 40 000 Tiere (2017: 38 100).

Bestand wird länderübergreifend kontrolliert

"Wir beobachten einen stabilen und vitalen Seehundbestand", sagte Sascha Klöpper vom Gemeinsamen Wattenmeersekretariat in Wilhelmshaven. Diese länderübergreifende Stelle koordiniert die Zählflüge.

Die kleinen Maschinen mit ausgebildeten Beobachtern können jedoch nicht immer zu den festgelegten Terminen starten: In diesem Jahr war ein Gebiet in den Niederlanden wegen Militärübungen nicht für Zählungen freigegeben. Und in Schleswig-Holstein verhinderte schlechtes Wetter einige Kontrollflüge.

Störungen sind für Jungtiere lebensgefährlich

Seehundjunge werden im Sommer von Mai bis September auf den Sandbänken im Wattenmeer geboren und gesäugt. Im Wasser sind die Tiere gewandt und schnell beweglich, an Land dagegen eher plump und unbeholfen. Störungen sind für Jungtiere lebensgefährlich, weil sich die Säugezeit verkürzt und Unterernährung droht.

1988 und 2002 waren mehrere 1000 Tiere an den Folgen eines Staupe-Virus verendet. Experten machten für das geschwächte Immunsystem der Tiere und ihre Anfälligkeit für Infektionen auch den Zustand des Wattenmeeres verantwortlich.

Von dpa

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