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Wurde Opfer von Anzeige abgebracht?

"Weißer Ring" Wurde Opfer von Anzeige abgebracht?

Im Zusammenhang mit Belästigungsvorwürfen gegen einen ehemaligen Mitarbeiter des Weißen Rings prüft die Staatsanwaltschaft Lübeck jetzt auch Ermittlungen gegen einen Polizisten aus Lübeck. Das bestätigte Behördensprecherin Ulla Hingst am Freitag.

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Der ehemalige Leiter der Lübecker Außenstelle des Weißen Rings steht unter dem Verdacht, zwei Frauen sexuell belästigt und genötigt zu haben, die sich dem Opferhilfeverein anvertrauten.

Quelle: Jens Büttner/dpa

Lübeck. Die Staatsanwaltschaft sei durch eine Anfrage des Nachrichtenmagazins "Der Spiege"auf den Vorgang aufmerksam geworden und prüfe nun, ob ein Anfangsverdacht einer Straftat vorliege, sagte Hingst.

Betroffene wollte Anzeige erstatten

Wie das Nachrichtenmagazin in seiner aktuellen Ausgabe (DER SPIEGEL 16/2018) berichtet, will ein mutmaßliches Opfer schon im Herbst 2016 auf einer Lübecker Polizeiwache gemeldet haben, dass sich der damalige Leiter des "Weißen Ring" in Lübeck vor ihr entblößt habe. Sie habe deshalb Anzeige erstatten wollen. Doch der Polizeibeamte habe sie davon abgebracht, weil Aussage gegen Aussage stehe und der Beschuldigte, ein früherer Polizist, sie wegen Verleumdung verklagen könnte, schreibt der "Spiegel" weiter. 

Insgesamt lägen 20 Anzeigen vor

Der Staatsanwaltschaft ermittelt nach Angaben ihrer Sprecherin inzwischen in zehn Fällen gegen den ehemaligen Mitarbeiter des "Weißen Rings" wegen sexueller Belästigung und Nötigung. Insgesamt lägen 20 Anzeigen gegen ihn vor. Der Beschuldigte bestreitet die Vorwürfe.

Von dpa

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