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Schleswig-Holstein Zahl der Flüchtlinge auf 500 reduziert
Nachrichten Schleswig-Holstein Zahl der Flüchtlinge auf 500 reduziert
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07:01 22.06.2018
Von Christian Hiersemenzel
Einfahrt zur Landesunterkunft in Boostedt im Frühjahr 2016. Zu der Zeit lebten hier 600 bis 700 Flüchtlinge. Quelle: Sven Detlefsen
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Boostedt

Donnerstagabend trafen sich die Gemeindevertreter zu einer interfraktionellen Sitzung, und mit dabei war auch Innenstaatssekretär Torsten Geerdts (CDU). Ein Ministeriumssprecher wollte vorab über Inhalte des Gesprächs nichts bestätigen. Dagegen war der innenpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Jan Marcus Rossa, umso auskunftsfreudiger.

Neumünster bleibt Hauptstandort

„Wir begrüßen es, dass künftig in der Regel 500 Menschen in der Einrichtung untergebracht werden und diese Zahl im Notfall auf nicht mehr als 700 Personen erhöht werden kann“, sagte Rossa. Zugleich erinnerte er daran, dass die Einrichtung im Notfall Platz für bis zu 2500 Flüchtlinge biete. Zum Höhepunkt der Flüchtlingswelle im Herbst 2015 lebten hier mehr als 2000 Menschen. „Mit der Begrenzung in Boostedt steht die Größe der Erstaufnahmeeinrichtung in einem angemesseneren Verhältnis zur Einwohnerzahl der Gemeinde.“ Man dürfe nicht vergessen, dass es sich um eine Außenstelle der Erstaufnahme Neumünster handle. Dies spiegele sich künftig nicht nur in den Größenverhältnissen wider, sondern unterstreiche, „dass auch in Zukunft Neumünster und nicht Boostedt die Haupteinrichtung bleiben wird“.

Mehr Freizeitangebote

Der FDP-Abgeordnete forderte im Übrigen für Boostedts Flüchtlinge mehr Freizeit- und Beschäftigungsangebote. „Langeweile und Frustration sollen sich nicht in Konflikten innerhalb und außerhalb der Einrichtung Bahn brechen“, so Rossa. Eine schlichte Verwahrung reiche nicht aus.

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