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Schleswig-Holstein Ministerin warnt vor Schulproblemen
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15:18 27.10.2018
Von Christian Hiersemenzel
An diesem Wochenende werden die Uhren in Deutschland in der Nacht von Sonnabend auf Sonntag um eine Stunde zurückgestellt - möglicherweise zum letzten Mal. Quelle: Sebastian Willnow
Kiel

Grete Rhenius vom Interessenverband der Lehrkräfte plädiert für die dauerhafte Mitteleuropäische Zeit. „Andernfalls müssten die Schüler im Winter die beiden ersten Schulstunden in Dunkelheit lernen, weil es vor 9 Uhr nicht hell wird.“ Beim gymnasialen Philologenverband spricht man dagegen von Lerchen- und Eulen-Typen. „Die Menschen sind verschieden, die Schüler damit auch“, sagt Jens Finger. „Man wird es nicht allen recht machen können.“ Innerhalb der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft gehen die Meinungen auseinander. Geschäftsführer Bernd Schauer sagt aber, dass die Sommerzeit „nach medizinischen Erkenntnissen für Pubertierende mit anderem Schlafrhythmus nicht günstig sein soll“.

Schülervertreterin ist für Sommerzeit

Die Rendsburgerin Christin Godt (16), Landesschülervertreterin der Gymnasien, hält dagegen. Freizeit sei für viele Jugendliche ein nicht zu unterschätzender Motivationsfaktor. „Viele von uns haben sehr lange Unterricht“, sagt sie. „Bei ewiger Winterzeit würden wir im Winter morgens im Dunkeln aus dem Haus gehen und am späten Nachmittag bei bereits wieder einfallender Dunkelheit zurückkehren. Da bin ich doch eher für die Beibehaltung der Sommerzeit.“

Prien würde am liebsten den Wechsel beibehalten

Bildungsministerin Karin Prien (CDU) weist auf sich widersprechende wissenschaftliche Studien hin. Das erschwere eine Entscheidung. „Wir sind aber in diesen Breiten Jahreszeiten-Menschen, wir kennen den Wechsel und leben damit“, sagt sie. „Nach fast 40 Jahren im Sommer-Winterzeit-Rhythmus kann es durchaus sein, dass es das Beste ist, diesen Rhythmus beizubehalten. Wenn ich mich unbedingt für einen Weg entscheiden muss, bin ich eher bei der Winterzeit; dann ist es für die Schülerinnen und Schüler, die sich erst im Hellen richtig aufnahmefähig fühlen, im Winter nicht so lange dunkel."

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Mehrheit der Deutschen für ewige Sommerzeit

Das sieht die Mehrheit anders. Nach einer repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK-Gesundheit erreicht die Abneigung der Deutschen gegen die Zeitumstellung mit 80 Prozent einen Höchststand. 48 Prozent der Befragten sprechen sich für eine dauerhafte Sommerzeit aus. Nur 32 Prozent wollen die dauerhafte Rückkehr zur Normalzeit. Die Sommerzeit war 1980 aus energiepolitischen Erwägungen eingeführt worden.

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