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Schleswig-Holstein Mehr Mindestlohnkontrollen im Norden
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14:42 10.09.2018
Zollbeamte betreten bei einer Razzia gegen Schwarzarbeit eine Baustelle. Mit rund 6000 Fahndern will der Zoll ab Dienstag (11.09.2018) in einer bundesweiten Aktion Mindestlohn-Betrug auf die Spur kommen.  Quelle: Boris Roessler/dpa
Hamburg/Kiel/Schwerin

Laut Deutschem Gewerkschaftsbund Nord vom Montag ist im kommenden Jahr mit mehr Betriebsprüfungen und Bußgeld-Zahlungen in Millionenhöhe zu rechnen. "Mehr Mitarbeiter beim Zoll werden dafür sorgen, dass häufiger und intensiver geprüft wird. Die Prüfdichte muss gerade in kleinen Betrieben steigen. Stichproben hier und da sind noch keine flächendeckende Kontrolle", sagt Ingo Schlüter von DGB Nord.

Viele Frauen bekommen keinen Mindeslohn

Dem DGB Nord zufolge erhält fast jeder zehnte anspruchsberechtigte Arbeitnehmer in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nicht den Mindestlohn. Mehr als doppelt so oft seien davon Frauen im Vergleich zu Männern betroffen. Hierdurch müssten die Beschäftigten nach Schätzungen auf mindestens 470 Millionen Euro verzichten. Auch den Sozialkassen entgingen rund 80 Millionen Euro aus den Sozialabgaben der Arbeitgeber.

Von dpa

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