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Schleswig-Holstein Schlag gegen den Zigarettenschmuggel
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13:19 11.03.2018
Der Zoll hat in Lübeck 6,6 Millionen Zigaretten sichergestellt. Quelle: Frank Behling
Lübeck

Ergebnis: 6,6 Millionen unverzollte Schmuggelzigaretten. Der Steuerschaden beträgt etwa eine Million Euro. Die Paletten waren auf der Ladefläche so gestaut, dass sie auch bei einer Stichprobenkontrolle nicht einfach zu erreichen gewesen wären. Die Schmuggler hatten die Zigaretten hinter Paletten mit finnischem Pferdeboxeneinstreu getarnt. Diese schwere Pakete aus Holzspänen ließen sich nicht einfach verschieben.

Durch das Röntgenbild war aber schnell klar, dass es sich nicht im Sägespäne und Möbel handelte, wie es in den Ladepapieren stand, die der Fahrer den Zollbeamten aushändigte. Mit einem Gabelstapler ließen die Zollbeamten das Pferdeboxeneinstreu ausladen und kamen so an die Kartons dahinter. Nachdem der komplette Lastwagen leer war, standen vor den Beamten 6,6 Millionen Zigaretten der Marke „Mayfair“, die möglicherweise für den britischen Markt bestimmt waren.

Der Lastwagen wurde sichergestellt und gegen den Fahrer ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Beamte des Zollfahndungsamtes Hamburg und der Staatsanwaltschaft Lübeck versuchen jetzt, die Herkunft der Zigaretten und die Hintermänner des Transports zu ermitteln. Für den Zoll ist es der zweite große Fall innerhalb weniger Monate. Im März 2017 hatten sie ebenfalls auf einer Fähre aus Lettland am Skandinavienkai 8,5 Millionen Zigaretten der Marken „Winston Blue“ und „L&M Red“ gefunden. Damals nutzten die Schmuggler Glaswaren als Tarnladung.

Von Behling Frank

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