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Wirtschaft Ältere Patienten werden oft nicht optimal versorgt
Nachrichten Wirtschaft Ältere Patienten werden oft nicht optimal versorgt
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14:42 19.07.2017
Die Zahl der Geriatriepatienten stieg in zehn Jahren um 80 Prozent. Quelle: dpa
Berlin

Immer mehr Patienten im Krankenhaus sind über 70 Jahre alt und haben mehrfache Erkrankungen – die Zahl dieser sogenannten Geriatriepatienten stieg von 2006 bis 2015 um rund 80 Prozent von 1,1 auf 2,0 Millionen an. Das berichtet die Barmer Krankenkasse in ihrem jährlich erscheinenden Krankenhausreport. Demnach werden Geriatriepatienten in deutschen Krankenhäusern oft nicht optimal versorgt.

Patienten werden häufiger pflegebedürftig

So bekämen die Betroffenen in steigender Zahl bereits im Krankenhaus eine spezielle Reha-Behandlung, obwohl diese deutlich teurer und nicht besser sei als eine normale Reha. Besonders häufig blieben die Patienten für diese sogenannte geriatrische frührehabilitative Komplexbehandlung (kurz GFKB) 14 Tage im Krankenhaus, weil die Kliniken dann die volle Pauschale für diese Reha abrechnen können. Doch von dieser teureren Behandlung profitieren die Patienten nicht – im Gegenteil. „Die GFKB im Akutkrankenhaus weist im Vergleich zur Versorgung in klassischen Reha-Einrichtungen einen geringeren Behandlungserfolg auf“, sagt Barmer-Chef Christoph Straub. So würden Patienten mit Oberschenkelhalsbruch – die Diagnose mit den meisten GFKB-Patienten – nach dieser Behandlung zu 47 Prozent pflegebedürftig. Mit einer normalen Reha seien es nur 40 Prozent.

Medizinisch nicht zu erklären seien auch die enormen regionalen Unterschiede bei der Klinik-Reha. So reiche der Anteil der Geriatrie-Patienten mit einer GFKB-Behandlung von 4,3 Prozent in Bayern bis zu 24,3 Prozent in Hamburg.

Von RND/dpa/ang

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