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Wirtschaft Aufschwung bei Dräger
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22:15 08.03.2018
Von Ulrich Metschies
Rund 70 Millionen Euro hatte Dräger hier investiert: Produktion von Medizintechnik in der neuen „Zukunftsfabrik“. Quelle: Carsten Rehder/dpa

Im Geschäftsjahr 2017 konnte der in den Branchen Medizin- und Sicherheitstechnik beheimatete und weltweit führende Dräger-Konzern nicht nur beim Umsatz zulegen, sondern auch beim Ergebnis. Und so durfte Konzernchef Stefan Dräger bei der Bilanzvorstellung am Donnerstag in Lübeck von einem „ordentlichen Wachstum“ sprechen, das sich auch in diesem Jahr fortsetzen soll. Die Nachfrage ist in praktisch allen Weltregionen lebhaft, die Auftragsbücher füllten sich 2017 in Rekordtempo: Der Order-Eingang legte nominal um 3,0 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro zu, bereinigt um Währungseffekte lag das Plus mit 4,4 Prozent sogar noch deutlich darüber.

Stürmische Zuwächse sehen anders aus, doch gemessen an der Durststrecke zuvor können sich die Zahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres durchaus sehen lassen. So kletterte der Dräger-Umsatz im Jahr 2017 um 1,9 Prozent auf 2,57 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) schoss sogar um 14 Prozent auf knapp 157 Millionen Euro in die Höhe. „Währungsbereinigt fiel das Umsatzplus mit gut drei Prozent sogar etwas höher aus als zu Jahresbeginn prognostiziert“, sagte Dräger. Das Bruttoergebnis stieg 2017 um 16,7 Millionen auf gut 1,15 Milliarden Euro (2016: 1,13 Milliarden), der Jahresüberschuss betrug 98,5 Millionen Euro, 2016 hatte er bei 81,7 Millionen Euro gelegen.

Nach massiven Gewinneinbußen im Jahr 2016 sah sich der Konzern gezwungen, mit einem ehrgeizigen Effizienzprogramm gegenzusteuern. Dazu gehörten neben Änderungen der Vertriebs- und Produktionsstruktur auch Stellenstreichungen am Stammsitz Lübeck. „Dieses Programm haben wir Ende 2017 erfolgreich abgeschlossen. Und wir haben gegenüber der ursprünglichen Planung von 2015 mehr als 100 Millionen Euro eingespart“, sagte der Konzernchef.

Von dem guten Ergebnis sollen nach zwei Jahren, in denen nur die Mindestdividenden ausgeschüttet wurden, nun auch die Aktionäre profitieren. Auf der Hauptversammlung am 5. Mai wollen Vorstand und Aufsichtsrat eine Ausschüttung von 46 Cent pro Vorzugsaktie und 40 Cent pro Stammaktie vorschlagen. 2016 hatten die Dividenden nur bei 19 Cent beziehungsweise 13 Cent je Aktie gelegen.

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