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Bad Schwartau klagt gegen Ikea

Ansiedlungspläne Bad Schwartau klagt gegen Ikea

Die Stadt Bad Schwartau macht ernst und klagt beim Oberverwaltungsgericht in Schleswig gegen das geplante Ikea-Einkaufszentrum in Lübeck.

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Die Ansiedlung von IKEA in Lübeck sorgt für Unruhe. 

Quelle: dpa

Lübeck. Dabei gehe es nicht um das Möbelhaus, sondern um das angeschlossene Shoppingcenter mit einer Verkaufsfläche von 60 000 Quadratmetern, sagte der Bürgermeister von Bad Schwartau, Gerd Schubert (CDU), am Freitag. Die Hansestadt Lübeck habe bei der Aufstellung des Bebauungsplans die Belange der Nachbargemeinde nicht ausreichend berücksichtigt. Im Norden Lübecks soll neben dem schwedischen Möbelhaus ein Einkaufs- und Nahversorgungszentrum entstehen. Auch der Lübecker Einzelhandel befürchtet dadurch Umsatzeinbußen.

„Wir haben in den vergangenen Monate intensive Gespräche mit Ikea und der Stadt Lübeck geführt, aber die haben keinerlei Entgegenkommen gezeigt. Deshalb hat die Stadtvertretung jetzt mehrheitlich beschlossen, den Klageweg zu beschreiten“, sagte Schubert. Parallel dazu werde man weiter versuchen, doch noch zu einer gütlichen Einigung zu kommen. „Wenn das nicht klappt, ziehen wir die Klage durch, auch wenn sich dadurch der Baubeginn von Ikea verzögert“, so Schubert.

Ikea will auf dem ehemaligen Villeroy-und-Boch-Gelände im Stadtteil Dänischburg ein großes Einrichtungshaus, einen Bau- und Gartenmarkt sowie ein skandinavisches Einkaufszentrum errichten. Die Verkaufsfläche von rund 60 000 Quadratmetern entspreche der gesamten Ladenfläche in der Schwartauer Innenstadt — und dies in nur vier Kilometern Entfernung, sagte Schubert. „Dadurch wird unsere Entwicklung massiv behindert“, sagte der Verwaltungschef.

Zuletzt hatte es einen ähnlichen Streit um ein großes Einkaufszentrum in Neumünster gegeben. In umliegenden Städten und Kommunen fürchtete man, dass dadurch Kaufkraft in den Innenstädten abgezogen wird. Der Streit ging bis vor Gericht.

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