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Wirtschaft Stellenabbau noch größer als angenommen
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10:00 22.11.2018
Von Ulrich Metschies
Ein Ende mit Schrecken oder Schrecken ohne Ende? Die HSH Nordbank in Kiel. Quelle: Carsten Rehder
Kiel

Nach Informationen der Kieler Nachrichten steht das Institut vor weiteren Einschnitten, die auch den Standort Kiel empfindlich treffen werden: Die Gesamtzahl der Mitarbeiter soll von aktuell noch knapp 1800 auf deutlich unter 1300 sinken. Bekannt war bislang lediglich ein Abbau auf 1600 Stellen bis Sommer 2019. In Kiel gibt es noch knapp 600 Vollzeitstellen. Befürchtet wird, dass davon weniger als die Hälfte übrig bleiben. Die Betriebsratsvorsitzende Simone Graf bezeichnet die Stimmung im Kieler Haus als „unerträglich“: „Die Unsicherheit macht die Kollegen mürbe.“ Um die Bank auf Gewinn zu trimmen, soll die in Kiel konzentrierte IT-Abteilung zum großen Teil ausgegliedert werden. Allein von diesem Schritt sind 130 Mitarbeiter betroffen. Ihre Aufgaben bleiben erhalten, der Arbeitgeber jedoch wird wechseln.

Offiziell wollten sich weder die Bank noch deren Eigentümer äußern. In einem Brief an die Mitarbeiter hatte HSH-Chef Stefan Ermisch die Belegschaft auf einen „langen Transformationsprozess“ eingestimmt: „Aktuell sind wir vor allem beim Thema Rentabilität weit von den Zielen entfernt.“

Bedingt durch den Verkauf und Sparmaßnahmen steuert die Bank in diesem Jahr tief in die roten Zahlen. Nachdem das Institut in den ersten neun Monaten einen Vorsteuer-Gewinn von acht Millionen Euro eingefahren hatte, rechnet die HSH für das Gesamtjahr mit einem Minus von rund 100 Millionen Euro. Aufgrund der hohen Rückstellungen für den Stellenabbau könnte der Verlust nach Einschätzung von Insidern jedoch auch höher ausfallen.

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