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Wirtschaft Ben & Jerry’s will Plastikprodukte abschaffen – diese Unternehmen wollen das auch
Nachrichten Wirtschaft Ben & Jerry’s will Plastikprodukte abschaffen – diese Unternehmen wollen das auch
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21:52 11.02.2019
Der US-Eishersteller „Ben & Jerry’s“ will künftig keine Plastiklöffel und Strohhalme mehr anbieten. Quelle: Stefan Sauer/dpa
South Burlington

Der US-amerikanische Eishersteller „Ben & Jerry’s“ hat angekündigt, künftig auf Einwegplastik verzichten zu wollen. Als ersten Schritt werde man bereits im Jahr 2019 Plastikstrohhalme und -löffel aus den Geschäften verbannen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unilever-Unternehmens. Bis 2020 soll es dann auch eine Alternative zu Bechern und Deckeln aus Kunststoff geben.

Aktuell verteilt das Unternehmen rund 2,5 Millionen Plastikstrohhalme und 30 Millionen Plastiklöffel im Jahr. „Wir können uns aus diesem Problem nicht heraus recyceln. Wir und der Rest der Welt müssen aus dem Einweg-Plastik aussteigen“, sagte die Nachhaltigkeitsbeauftragte Jenna Evans. Weltweit betreibt „Ben & Jerry’s“ 600 sogenannte „Scoop“-Shops. Aus welchem Material die neuen „Scoops“ (zu Deutsch: Schaufeln) sein werden, ließ der Hersteller offen.

Die Konzerne Unilever, P&G und Nestlé gelten einer Greenpeace-Studie zufolge als Hauptverursacher für Plastikmüll in den Ozeanen. Für die Untersuchung wurden insgesamt mehr als 54.000 gefundene Teile Plastikmüll unter das Mikroskop genommen.

McDonald’s, Starbucks und Discounter kündigen Veränderungen an

Auch andere große Unternehmen haben angegeben, das Plastik in ihren Abläufen reduzieren zu wollen. So will etwa die Kaffeehauskette Starbucks bis 2020 auf Plastikdeckel und -trinkhalme der To-Go-Produkte verzichten. In den weltweit rund 28.000 Filialen wandern jährlich mehr als eine halbe Milliarde Halme über die Ladentheken. Die Kette betreibt eigenen Angaben zufolge eigene Forschungen, um an alternativen Materialen für Verpackungen zu arbeiten.

Die Fastfood-Kette McDonald’s will bis Ende 2019 alle Plastikbecher aus seinen Restaurants verbannen. Statt Styropor soll es ab kommendem Jahr Trinkbehälter aus faserbasiertem Material geben.

Mit der Shampoo-Marke Head & Shoulders hat Marktriese P&G zudem ein Pilotprojekt gestartet, bei dem 25 Prozent der Flaschen aus recyceltem Plastik hergestellt werden. Das Material stammt aus gesammeltem Müll an den Stränden der Normandie.

Die EU hatte sich im Dezember auf ein Verkaufsverbot von mehreren Plastikprodukten geeinigt. Ab 2021 dürfen dann unter anderem keine Teller, Geschirr, Wattestäbchen und Trinkhalme aus Plastik mehr verkauft werden. Unter anderem wollen die deutschen Einzelhandelsketten Edeka, Lidl und Rewe die Einweg-Produkte schon vorweg aus ihren Regalen verbannen. Auch Einweg-Plastiktüten gibt es an den Kassen nicht mehr zu kaufen.

Von RND/mkr

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