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Wirtschaft Berlin will Einfluss im Fall von EADS/BAE-Fusion sichern
Nachrichten Wirtschaft Berlin will Einfluss im Fall von EADS/BAE-Fusion sichern
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15:06 14.09.2012
EADS verhandelt über einen Zusammenschluss mit dem britischen Konkurrenten BAE Systems. Quelle: Peter Kneffel

"Das ist ganz eindeutig eine sehr komplexe Transaktion mit Implikationen für die Sicherheitspolitik, für die Industriepolitik", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin.

Eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums erklärte, geprüft würden unter anderem Standortfragen, Fragen der Balance und ein mögliches Veto-Recht. "Die Bundesregierung befindet sich in konstruktiven Gesprächen mit dem Unternehmen, und auch mit der französischen Regierung ist eine enge Abstimmung vorgesehen", sagte sie.

In der Bundesregierung gibt es Vorbehalte gegen den geplanten Zusammenschluss, weil befürchtet wird, dass der deutsche Einfluss in dem neuen Konzern schwinden könnte. Bei einer Fusion soll der Aktionärspakt zwischen Deutschland und Frankreich abgelöst werden, so dass Daimler seine Aktien am freien Markt verkaufen könnte.

Um die Interessen der beteiligten Staaten zu wahren und feindliche Übernahmen im sensiblen Rüstungsbereich zu verhindern, ist daher geplant, dass die französische, deutsche und britische Regierung Sonderaktien erhalten, also sogenannte Goldene Aktien. In der Bundesregierung werden jedoch Zweifel geäußert, inwieweit Deutschland damit tatsächlich seine Interessen wahren und seinen Einfluss sichern könnte.

EADS und BAE hoffen auf Rückendeckung von Frankreich, Deutschland und Großbritannien. "Die beteiligen Unternehmen wollen für diese geplante Fusion die Zustimmung der entsprechenden betroffenen Regierungen", sagte Seibert. Die Bundesregierung sei von EADS um Unterstützung gebeten worden.

Seibert bestätigte, dass die Bundesregierung weiterhin Gespräche über den Einstieg der staatlichen KfW-Bankengruppe bei EADS führe. Dazu gebe es auch Gespräche mit der französischen Regierung.

dpa

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