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Wirtschaft Verkauf der HSH Nordbank abgeschlossen
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14:03 28.11.2018
Von Ulrich Metschies
Die HSH Nordbank ist Geschichte: Nach dem Verkauf soll sie Hamburg Commercial Bank heißen. Das Gebäude am Kleinen Kiel soll verkauft werden. Quelle: Ulf Dahl
Hamburg/Kiel

Am Mittag verkündeten die Länder Schleswig-Holstein und Hamburg in einer Pressekonferenz den endgültigen Vollzug des Kaufvertrags. Die "Closing"-Vereinbarung wurde in einem Hamburger Notariat unterzeichnet. Darin ist festgehalten, dass verschiedene Bedingungen für den Verkauf erfüllt sind und die Kaufverträge damit in Kraft treten. Die HSH Nordbank erhält damit auch einen neuen Namen und wird künftig Hamburg Commercial Bank heißen. Der Aufsichtsrat wird ausgewechselt, den Vorsitz übernimmt der spanische Banker Juan Rodríguez Inciarte. 

"Das Geld ist da"

Die Bank geht für einen Kaufpreis von einer Milliarde Euro an US-amerikanische Investmentfonds unter der Führung der Firma Cerberus und des Investors Christopher C. Flowers. „Das Geld ist da“, sagte der Hamburger Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), der gemeinsam mit seiner Kieler Kollegin Monika Heinold (Grüne) über den Abschluss informierte.

Heinold war zwar erleichtert, sprach aber auch von einem bedrückenden Tag. "So ein Desaster darf sich nicht wiederholen." Die Ministerin bezifferte den Schaden für Schleswig-Holstein auf 5,5 bis sieben Milliarden Euro.

Ermisch spricht von "Beginn einer neuen Zeitrechnung"

„Dieser erfolgreiche Wechsel von öffentlichen zu ausschließlich privaten Anteilseignern ist echtes Neuland im deutschen Bankensektor und markiert den Beginn einer neuen Zeitrechnung für unsere Bank,“ sagte Stefan Ermisch, Vorstandsvorsitzender der HSH Nordbank. „Für uns ist die gelungene Privatisierung Bestätigung und Ansporn zugleich und wir konzentrieren uns jetzt mit aller Kraft auf die neue Ära.“

Weniger Mitarbeiter, Auszug aus Kieler Hochhaus

Im Vorhinein war durchgesickert, dass die neuen Eigentümer Cerberus und Flowers planen, die  Zahl der Mitarbeiter bei der Hamburg Commercial Bank deutlich zu verringern. Das Hochhaus am Kleinen Kiel, in dem die HSH Nordbank derzeit in der Landeshauptstadt sitzt, soll verkauft werden. Die Mitarbeiter sollen in einem der Nachbargebäude untergebracht werden. Der Hamburger Sitz der Bank am Gerhart-Hauptmann-Platz wird zunächst beibehalten.

HSH-Nordbank-Pleite kostet die Steuerzahler Milliarden

Im Sommer 2013 war die HSH Nordbank aus einer Fusion der Landesbanken in Hamburg und Kiel entstanden. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein hatten die HSH Nordbank auf Druck der EU-Kommission im Februar für rund eine Milliarde Euro an eine Gruppe von US-Finanzinvestoren veräußert. Das unter einem Berg problematischer Schiffskredite ächzende Institut war zuvor mit Steuermilliarden vor der Pleite bewahrt worden.

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