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Wirtschaft DGB-Chef unterstützt Streikpläne der Metaller
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07:18 02.01.2018
Der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann verteidigte auch die Lohnforderung der IG Metall. Quelle: dpa
Berlin

Die 3,9 Millionen Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie erhalten für ihre Forderung nach Arbeitszeitverkürzung auf 28 Wochenstunden bei teilweisem Lohnausgleich Rückendeckung vom Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). „Die Arbeitgeber müssen mit ihrer Blockade endlich aufhören. Kein Unternehmen geht vor die Hunde, nur weil es einen Teil-Lohnausgleich für Beschäftigte zahlt, die vorübergehend ihre Arbeitszeit etwas reduzieren“, sagte Reiner Hoffmann, Vorsitzender des DGB, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND).

„Von den Arbeitnehmern wird immer Flexibilität erwarten - mit bundesweit einer Milliarde unbezahlten Überstunden im letzten Jahr. Aber auch die Beschäftigten wünschen sich mehr Flexibilität, was Dauer und Lage ihrer Arbeitszeiten angeht.“ Die Unternehmen sollten sich einmal klarmachen, dass sie in zunehmenden Wettbewerb um Fachkräfte stünden. „Das Thema Zeit ist für die Beschäftigten immer wichtiger geworden”, so Hoffmann weiter. Der DGB-Vorsitzende verteidigte auch die Lohnforderung der IG Metall. Diese sei vernünftig: „Sechs Prozent Plus - das wäre ein wichtiges Signal. Der DGB ist solidarisch mit den Kollegen.“

Mit dem Jahreswechsel war in der Branche die Friedenspflicht ausgelaufen. Die Gewerkschaft kann nun zu Streiks aufrufen. Die IG Metall hatte den Arbeitgebern zuletzt mit einer raschen Eskalation gedroht. „Mehr als zwei oder drei Wochen Warnstreiks machen ja keinen Sinn“, hatte ihr Erster Vorsitzender Jörg Hofmann angekündigt. „Sollte sich bis Ende Januar nichts an der Position der Arbeitgeber ändern, werden wir dann darüber nachdenken, ob wir zu 24-Stunden-Warnstreiks greifen oder gleich zur Urabstimmung für Flächenstreiks aufrufen.“

Die Gewerkschaft will für alle Beschäftigten der Branche das Recht durchsetzen, die wöchentliche Arbeitszeit für höchstens zwei Jahre auf 28 Stunden zu verringern. Schichtarbeitern sowie Beschäftigten, die Kinder oder pflegebedürftige Angehörige zu betreuen haben, soll ein Teil des entstehenden Verdienstausfalls erstattet werden müssen. Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hatte der Forderung bereits eine Absage erteilt: „Mehr Geld fürs Nichtstun wird es mit uns nicht geben.“

Von Rasmus Buchsteiner/RND

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