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Wirtschaft Daimler passt Produktion in Sindelfingen an
Nachrichten Wirtschaft Daimler passt Produktion in Sindelfingen an
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15:46 25.09.2012
Nach dem angekündigten Sparpaket muss Daimler nun in seinem größten Produktionswerk in Sindelfingen nahe Stuttgart nachjustieren. Quelle: Bernd Weißbrod

Mit der S- und E-Klasse seien gleich zwei Modelle in einem relativ fortgeschrittenen Lebenszyklus, erklärte er. Zuvor hatten das "Handelsblatt" und die "Stuttgarter Zeitung" über Kürzungen in der Produktion berichtet.

Zu möglichen Kürzungen wollte sich der Sprecher auf Anfrage nicht äußern. Solche Verhandlungen seien ein übliches Vorgehen, betonte er. An dem geplanten Rekordabsatz für das laufende Jahr hält der Autobauer ihm zufolge weiter fest.

Daimler-Aktien rutschten am Nachmittag dennoch um rund 2 Prozent ab. Ein Börsianer sagte: "Die geringe Auslastung in Sindelfingen ist ein negatives Signal und belastet alle Premiumhersteller." Auch die Papiere von Volkswagen (VW) verloren zeitweise 1,90 Prozent, BMW-Aktien verbilligten sich um 2,23 Prozent.

Eine Daimler-Betriebsratssprecherin sagte der dpa, Konzern und Betriebsrat verhandelten derzeit über eine Umstellung der Schichtpläne im vierten Quartal. Ihr zufolge hat Daimler eine Einigungsstelle angerufen, weil sich Werksleitung und Betriebsrat nicht auf die neuen Schichten einigen konnten. "Wir hätten es lieber am Verhandlungstisch gelöst", sagte sie. Daimler wollte sich zu den laufenden Verhandlungen nicht äußern.

Konzern-Chef Dieter Zetsche hatte zuvor eingeräumt, die Pkw-Sparte werde den angepeilten Rekordgewinn aus 2011 dieses Jahr nicht mehr erreichen und hatte daraufhin ein Sparpaket angekündigt. Die "Financial Times Deutschland" hatte berichtet, es habe einen Umfang von 1 Milliarde Euro.

Inwieweit Beschäftigte davon betroffen sein könnten, teilte Daimler bisher nicht mit. Unternehmenskreisen zufolge will der Autobauer dabei aber ohne Stellenabbau und Kurzarbeit auskommen.

Dem Betriebsrat zufolge stehen die geplanten Änderungen in Sindelfingen in keinem unmittelbaren Zusammenhang zu dem Sparprogramm. Derzeit sind im Werk mehr als 26 410 Mitarbeiter beschäftigt.

dpa

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