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10:00 15.06.2018
Von Ulrich Metschies
Beliebter Messenger und Datensauger: Whatsapp. Vor allem auf Diensthandys kann die Anwendung zu einem Risiko werden.  Quelle: Ritchie B. Tongo/dpa
Kiel

Die Provinzial etwa erlaubt es ihren Mitarbeitern grundsätzlich, Apps zur privaten Nutzung auf Diensthandys zu installieren. Allerdings ist die Nutzung von Messenger-Diensten nur privat erlaubt. Datensicherheit garantiert das Unternehmen durch die Abschirmung dienstlicher Informationen: „Sie dürfen grundsätzlich nur innerhalb eines dienstlichen abgeschotteten Containers gespeichert werden“, sagt Unternehmenssprecher Heiko Wischer. Mit dieser App, einer Art Handy im Handy, werde verhindert, dass unternehmensfremde Anwendungen auf dienstliche Daten zugreifen können.

Private und dienstliche Daten getrennt

Ähnlich verfährt die Kieler Förde Sparkasse: Auch sie erlaubt Whatsapp und andere Messenger, da es auf Diensthandys und -tablets eine klare Trennung zwischen privater und dienstlicher Welt gibt. „Alle dienstlichen Kontaktdaten liegen in einem gesicherten Bereich und können nicht auf das Smartphone übertragen werden“, sagt Sprecher André Santen. Eine Synchronisierung und Speicherung von dienstlichen E-Mail-, Kalender- und Kontaktdaten erfolgt ausschließlich über die von der Bank bereitgestellten Apps. In der Nutzungsvereinbarung ist zudem festgelegt, dass eine Speicherung und Verarbeitung dienstlicher Daten außerhalb der dienstlichen Anwendungen unzulässig ist.

Volksbank hat Whatsapp verboten

Bei der Kieler Volksbank ist Whatsapp auf Diensthandys verboten. Allerdings werde die Nutzung in Abwägung von IT-Risiken zu Komfort und Kundenerwartungen regelmäßig erwogen, „da Whatsapp eines der beliebtesten und meist genutzten Kommunikationsmittel ist“. Geprüft werde auch eine Art App-Tresor, die das persönliche Telefonbuch und Fotos vor dem Whats-App-Zugriff abschirme.

UV Nord sieht Risiken für Arbeitgeber

Der Arbeitgeberverband UV Nord sieht in der „gut gemeinten, teils privaten Nutzung von Diensthandys ein Risiko für den Arbeitgeber“. Derartigen Absprachen habe die Datenschutzgrundverordnung „einen Strich durch die Rechnung gemacht“. Um auf der sicheren Seite zu sein, empfiehlt UV-Nord-Geschäftsführer Sebastian Schulze, „eine ausschließliche dienstliche Nutzung nach den Vorgaben einer internen IT- und Datenschutzrichtlinie.“

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