Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Wirtschaft Experte erwartet Siegeszug von "Billigautos"
Nachrichten Wirtschaft Experte erwartet Siegeszug von "Billigautos"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:30 27.09.2012
Preisgünstigen Autos wie dem Sandero von Dacia wird eine große Zukunft vorausgesagt. Quelle: Dacia

Dort hätten die Fahrzeuge, die ein gutes Drittel günstiger seien als konventionelle Autos, großes Potenzial, prognostiziert das CAR-Center Automotive Research der Universität Duisburg-Essen in einer auf dem Autosalon Paris vorgelegten Analyse: "Fasst man die ... Entwicklungen zusammen, werden um das Jahr 2030 weltweit 25 Millionen Billigautos verkauft. Im Jahr 2011 waren es noch 6,5 Millionen", sagte CAR-Leiter Ferdinand Dudenhöffer.

Musterbeispiel für den Erfolg mit "Billigautos" sei Dacia. Die Marke kam 2004 mit dem Logan auf den Markt und hat mittlerweile auch einen Kombi, einen Pick-up, einen Kleinwagen, einen SUV und einen Van im Angebot. "Dacia ist durch diese Vielfalt zum erfolgreichsten Autobauer in der Geschichte des Automobils geworden. Noch nie hat es ein Hersteller geschafft, in weniger als zehn Jahren praktisch von Null über 800 000 Fahrzeuge pro Jahr zu produzieren", betonte Dudenhöffer. Noch vor dem Jahr 2015 werde Dacia weltweit über eine Million Fahrzeuge bauen.

Inzwischen hätten weitere Autobauer wie Hyundai ins Low-Cost-Segment investiert. Nissan plane, Datsun als Billigmarke wieder zu beleben. Zudem seien eine Reihe chinesische Hersteller in dem Segment aktiv.

Dudenhöffer ist überzeugt: "Wer Marktführerschaft im weltweiten Automarkt erringen will, kommt nicht ohne Billig-Auto aus." Allerdings hätten Konzerne wie Toyota, GM, Ford oder VW noch kein passendes Konzept in der Schublade. "Der VW-Konzern hat damit in einem der am schnellsten wachsenden Marktsegmente kein Angebot", sagte der Fachmann und erinnerte an die gescheiterte Verbindung mit Suzuki. VW sei jetzt darauf angewiesen, selbst ein Low Cost Car zu entwickeln und bauen: "Das wird nicht einfach sein und den Konzern viel Zeit kosten - und seine Pläne zur angestrebten Weltmarktführerschaft gefährden."

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 22:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Teure Energie treibt die Einfuhrpreise in Deutschland in die Höhe. Im August stiegen die Importpreise im Vergleich zum Vorjahr unerwartet stark um 3,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.

27.09.2012

Nach einem erfolgreichen September sieht sich der Oberklassehersteller Audi weiter im Aufwind. "In diesem Jahr bestätigen wir ganz klar die 1,4 Millionen Einheiten", sagte Audi-Chef Rupert Stadler am auf dem Autosalon Paris.

27.09.2012

Europas größter Reiseveranstalter Tui Travel hat eine positive Bilanz des Sommers gezogen und ist auch für die Wintersaison zuversichtlich. Margen und Auslastung hätten sich im Vergleich zum Vorjahr verbessert, teilte die wichtigste Tochter des deutschen Reisekonzerns Tui mit.

27.09.2012
Anzeige