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Wirtschaft Exportwirtschaft steuert auf neuen Rekord zu
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14:07 09.01.2018
Der Handel bleibt auf Kurs: Produkte „Made in Germany“ sind weltweit gefragt. Quelle: dpa
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Berlin

Die exportstarke deutsche Wirtschaft profitiert von der weltweiten Konjunkturerholung, die die Nachfrage nach „Made in Germany“ anheizt: Trotz des starken Euro dürfte 2017 das vierte Rekordjahr in Folge gewesen sein. Die Ausfuhren stiegen im November 2017 im Vergleich zum Vorjahr kräftig um 8,2 Prozent auf 116,5 Milliarden Euro, berichtete am Dienstag das Statistische Bundesamt anhand vorläufiger Ergebnisse. Binnen Monatsfrist legten die Exporte um 4,1 Prozent zu. Das ist das stärkste Plus seit Dezember 2014 und mehr als von Analysten erwartet.

In den ersten elf Monaten wurden Maschinen, Autos und andere Waren im Wert von 1,18 Billionen Euro ausgeführt (plus 6,5 Prozent). Im Gesamtjahr 2016 hatten die Exportunternehmen mit 1,21 Billionen Euro den dritten Rekord in Folge erzielt.

Wichtigster Absatzmarkt ist die Europäische Union

Wichtigste Region für die deutschen Exporteure ist die Europäische Union. Trotz der Euro-Stärke zogen in den ersten elf Monaten aber auch die Ausfuhren in Länder außerhalb der Gemeinschaft an. Steigt die Gemeinschaftswährung gegenüber Dollar und Co. verteuern sich tendenziell Waren „Made in Germany“ außerhalb des Euroraumes. Das kann die Nachfrage dämpfen.

„Das Erstarken des Euro-Kurses seit April 2017 hat den deutschen Exportsektor nicht beeinträchtigt“, konstatierte allerdings ING-Diba-Chefvolkswirt Carsten Brzeski. Waren „Made in Germany“ seien in vielen Ländern gefragt. Die geografische Vielfalt scheine der Schlüssel zum Erfolg zu sein.

Außenhandelsüberschuss schrumpft ein wenig

Wichtigster Einzelmarkt für Deutschlands Exporteure sind Brzeski zufolge weiterhin die USA, trotz der Kritik von US-Präsident Donald Trump an den Überschüssen Deutschlands im Handel mit den Vereinigten Staaten.

Deutschland exportiert insgesamt seit Jahren mehr als es importiert. Das sorgt auch bei anderen Handelspartnern immer wieder für Kritik. Der Überschuss der Ausfuhren über die Einfuhren betrug im November 23,7 Milliarden Euro. Allerdings wird die Lücke etwas kleiner, weil die Importe seit geraumer Zeit stärker wachsen als die Exporte. In den ersten elf Monaten gab es ein Plus von 8,6 Prozent auf 951,8 Milliarden Euro.

Konjunkturprognosen weisen nach oben

Die deutsche Wirtschaft überzeugte im November auch mit starken Zahlen aus der Industrie. Das verarbeitende Gewerbe weitete seine Produktion aus – um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat. „Die Produktion hat sich nach einer zweimonatigen Schwächephase eindrucksvoll zurückgemeldet“, sagte BayernLB-Ökonom Stefan Kipar. „Am Konjunkturhimmel in Deutschland ist derzeit kaum eine Wolke zu erkennen.“

Zahlreiche Bank-Ökonomen und Wirtschaftsforschungsinstitute hatten zuletzt ihre Konjunkturprognosen nach oben korrigiert. Eine erste Schätzung, wie stark die deutsche Wirtschaft im vergangenen Jahr gewachsen ist, gibt das Statistische Bundesamt an diesem Donnerstag bekannt.

Von dpa/RND

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