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11:00 07.09.2012
Der Fotodienst Instagram kooperiert neben dem weltgrößten Sozialen Netzwerk auch mit dem Kurznachrichtendienst Twitter oder dem Miniblog-Dienst Tumblr. Quelle: Rolf Vennenbernd

Facebook-Entwicklungschef Mike Schroepfer hieß das Instagram-Team am Donnerstag willkommen.

"Wir sehen einer großartigen Zukunft entgegen", erklärte er in einer Mitteilung. Über Instagram lassen sich mit dem Smartphone geschossene Fotos mit wenigen Klicks im Bekanntenkreis teilen. Schroepfer sagte, er könne es kaum abwarten, zusammen die mobilen Dienste zu verbessern. Smartphones sind die Schwachstelle von Facebook, weil sich auf den kleinen Bildschirmen kaum Werbung unterbringen lässt. Werbung aber ist die Haupteinnahmequelle des Sozialen Netzwerks.

Angesichts der Sorgen um das Werbegeschäft ist der Aktienkurs von Facebook seit dem Börsengang im Mai zusammengeschmolzen. Vom Ausgabekurs von 38 Dollar waren am Ende des Handels am Donnerstag noch 18,96 Dollar übrig. Der Einbruch schmälert auch den Kaufpreis. Ursprünglich war das Instagram-Geschäft mit rund einer Milliarde Dollar bewertet. Nach dem Schlusskurs sind daraus 736 Millionen Dollar geworden.

Denn die Instagram-Eigner bekommen lediglich 300 Millionen Dollar in bar überwiesen. Der Rest der Bezahlung findet in Aktien statt - 23 Millionen an der Zahl. Facebook-Chef Mark Zuckerberg hatte die Übernahme noch vor dem Börsengang ausgehandelt. Der Abschluss des Kaufs zog sich hin, weil die Wettbewerbshüter und andere Stellen noch zustimmen mussten.

Facebook-Entwicklungschef Schroepfer wiederholte die gleich zu Anfang gegebene Zusicherung, dass der Fotodienst unabhängig bleibe. "Instagram verschwindet nicht", versicherte er im eigenen Firmenblog. Lediglich die Mitarbeiter zögen nun in die Büros von Facebook ein. Instagram hat ein gutes Dutzend Beschäftigte.

Der Fotodienst kooperiert neben dem weltgrößten Sozialen Netzwerk auch mit dem Kurznachrichtendienst Twitter oder dem Miniblog-Dienst Tumblr. Nach letzten verfügbaren Angaben hatte Instagram um die 30 Millionen Nutzer, verdiente aber kein Geld. Facebook kommt auf 955 Millionen Nutzer.

dpa

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