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Fingerlings – die neuen Tamagotchis

Spielzeugtrend Fingerlings – die neuen Tamagotchis

Pünktlich zur Weihnachtszeit hat sich die Spielzeugindustrie etwas Neues ausgedacht: Die kleinen Babyäffchen Fingerlings reagieren auf Geräusche und Berührungen mit Affengebrabbel. Ist das niedlich? Oder nervig?

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Fingerlings sind der neue Spielzeugtrend. Ein Äffchen kostet um die 25 Euro.

Quelle: toysrus.com

Hannover. Zeit zum Umdenken. Unter Fingerling verstand man in unseren Breitengraden bisher einen Latexüberzug für einen einzelnen Finger. In Krankenhäusern und der Altenpflege finden sie rege Verwendung bei Untersuchungen oder zum Auftragen von Salbe. In den zurückliegenden Tagen und Wochen wird aber auch manches Kind im Grundschulalter den Wunsch nach einem Fingerling geäußert haben.

Wer jetzt gutgläubig auf ein günstiges Weihnachtsgeschenk spekuliert hat – schließlich sind 100 Fingerlinge online schon ab 1,90 Euro zu bekommen –, der sieht sich getäuscht. Natürlich geht es nicht um diese Art von Fingerling. Viel mehr sind kleine quietschbunte Kunststoffäffchen mit Batteriebetrieb gemeint, die dank Klammerärmchen bequem an einem Kinderfinger getragen werden können.

Dieses interaktive Spielzeug ist quasi das Tamagotchi der Gegenwart. Es reagiert mit vermeintlich niedlichen Geräuschen oder Affengebrabbel auf Ansprache und Berührungen, es kommentiert, wenn es kopfüber hängt, und kichert, wenn man ihm einen Kuss hinhaucht. Das alles ist dem Sieg der Sensortechnik geschuldet. Anders als ein wohlerzogenes Tamagotchi beherrscht der Fingeraffe allerdings auch die Geräusche für Eruktationen und Flatulenzen. (Ja, es geht um das Entweichen von Luft aus dem Körper in die eine oder andere Richtung.)

Eltern, selbst solche, die vor 20 Jahren selbst noch mit einem Tamagotchi gespielt haben, scheint das neue Spielzeug indes oft zu nerven, wie aus Kommentaren bei einschlägigen Internetversendern hervorgeht. Diese Eltern werden auch bedauern, dass die Klammeraffen im Gegensatz zum Tamagotchi vor allem einen Nachteil haben: Sie können nicht verhungern.

Von Helmuth Klausing/RND

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