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Wirtschaft Treffen der Fregatten in Kiel
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21:01 20.04.2018
Von Frank Behling
Fregatten "Baden-Württemberg" (vorn) und "Nordrhein-Westfalen" lagen am Freitag zusammen im Marinestützpunkt Kiel. Quelle: Frank Behling
Kiel

Familientreffen der Fregatten in Kiel. Am Freitag machten erstmals gleich zwei der vier neuen Fregatten der Klasse 125 im Tirpitzhafen fest. Die „Baden-Württemberg“ (vorn) und die „Nordrhein-Westfalen“ absolvieren in diesen Wochen auf der Ostsee die Funktionsnachweise, bei der die Waffensysteme, Radaranlagen und die bordeigenen IT-Systeme getestet werden.

Bei ähnlichen Prüfungen war die „Baden-Württemberg“ im Herbst durchgefallen. Deshalb hatte die Bundeswehr das Schiff im Januar wieder in die Verantwortung der Bauwerft nach Hamburg zurückgegeben und die Besatzung bei einem Flaggenwechsel von Bord geholt. Am 5. April lieferte die Werft das Schiff wieder zurück.

Via Skagen fuhr die „Baden-Württemberg“ nach Kiel und füllte hier wieder ihre Munition für die Erprobung auf. Die Schwester „Nordrhein-Westfalen“ ist unter der Woche derzeit im Testgebiet der Bundeswehr vor Surendorf. Dort wird das Waffen-Einsatzsystem noch bis Mitte Mai getestet.

Mit einer Verdrängung von rund 7000 Tonnen und einer Länge von 150 Metern sind es die größten deutschen Kampfschiffe seit dem Zweiten Weltkrieg. Der im Mai 2011 begonnene Bau der Schiffe liegt weit hinterm Zeitplan. Den Auftrag über den Bai der rund drei Milliarden Euro teuren Schiffe hatte eine Arbeitsgemeinschaft der Werften Thyssenkrupp Marine Systems und Lürssen erhalten.

Die „Baden-Württemberg“ hätte gemäß des Bauvertrags von 2007 bereits am 31. März 2016 in Dienst gestellt werden sollen. Die „Nordrhein-Westfalen“ sollte am 13. Februar 2017 abgeliefert werden. Die Marine ist jedoch optimistisch, dass zumindest eines der vier Schiffe in diesem Jahr beim 4. Fregattengeschwader in Wilhelmshaven in Dienst gestellt werden kann.

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